WM 2026: Ex-Höchster-Schweizer attackiert SRF wegen Alkohol
Eric Nussbaumer kritisiert SRF wegen Alkohol-Fragen rund um die WM 2026. Mit seiner Meinung ist er nicht alleine. Heute (22 Uhr) geht's für die Nati weiter.
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Das Wichtigste in Kürze
- Eric Nussbaumer kritisiert SRF. Der Ex-SP-Nationalrat fand die TV-Leute «peinlich».
- Der Grund: Nach dem Nati-Sieg gegen Algerien wurde ihm zu viel über Alkohol gesprochen.
- SRF nimmt die Aussagen der WM-Moderatoren in Schutz. Diese seien «als humorvolle Bemerkungen zur Feierstimmung gedacht» gewesen.
- Das Blaue Kreuz schliesst sich hingegen Nussbaumer an.
- «Von dem Fachmann Päddy Kälin hätte man mehr erwarten dürfen.»
Heute Abend gilt es ernst: Die Schweizer Nati spielt um 22 Uhr gegen Kolumbien um den Viertelfinal-Einzug.
Zuletzt schaltete die Mannschaft von Murat Yakin im Sechzehntelfinal Algerien aus. Auch Eric Nussbaumer, ehemaliger SP-Nationalrat, freute sich über den 2:0-Sieg. Gleichzeitig ärgert er sich aber furchtbar über die Berichterstattung von SRF.

Der von Dezember 2023 bis Dezember 2024 höchste Schweizer (Nationalratspräsident) meldet sich auf den sozialen Medien kritisch zu Wort: «Diese SRF-Kommentatoren, die anscheinend nur mit Alkohol feiern können, sind eher peinlich.»
Darum nervt sich Nussbaumer über WM 2026 bei SRF
Worauf Nussbaumer anspricht: Die ganze Schweiz jubelte morgens in der Früh. Anpfiff war schon um 5 Uhr Schweizer Zeit.

Nach einer Schalte in ein grosses Public Viewing macht SRF-Moderator Päddy Kälin folgende Überleitung zu Stadion-Reporter Jeff Baltermia:
«Bis jetzt machte Koffein das Rennen unter den Getränken. Ab jetzt gibt es beim Einen oder Anderen zum Zmorge, Zmittag und Znacht wahrscheinlich etwas Alkoholisches. Liegt vielleicht sogar bei Breel Embolo ein Bierchen drin?»
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Baltermia runzelt die Stirn – und leitet die Frage weiter. «Nein, nein – ich bin nicht so der Bier-Typ», antwortet Embolo.
Baltermia hakt nach, was er sich denn gönne. «Capri Sonne und Eistee.»
SRF: Als «humorvolle Bemerkungen zur Feierstimmung» gedacht
Das SRF erklärt auf Anfrage von Nau.ch, dass man die Kritik zur Kenntnis nehme. «Die Aussagen fielen nach einem grossen sportlichen Erfolg.»
Diese seien «als humorvolle Bemerkungen zur Feierstimmung gedacht» gewesen. SRF hält fest: «Aus den Aussagen abzuleiten, dass Feiern nur mit Alkohol möglich sei, entspricht nicht der Intention der Aussagen.»
Unter seinem Post erntet Nussbaumer, der im Frühling aus dem Nationalrat zurücktrat, vor allem kritische Kommentare auf seinen SRF-Angriff. («Ist Ihnen langweilig geworden?» – «Immer nur motzen» – «Freuen Sie sich doch einfach»)
Allerdings ist er nicht der einzige, der sich über das Alk-Thema im SRF-Sport-Studio ärgert. Martin Bienlein vom Blauen Kreuz Schweiz sagt zu Nau.ch: «Eric Nussbaumer hat recht.»
«Von Päddy Kälin hätte man mehr erwarten dürfen»
Die Verbindung von Sport und Alkohol sei stark und werde zu wenig hinterfragt. Dabei gefährde die Kombination die Gesundheit. «Deswegen trinken Spitzensportler während der Saison und sicher an Wettbewerben keinen Alkohol.»

Bienlein ist enttäuscht und nennt die Frage ebenfalls «peinlich»: «Das hätte ein Sportreporter wissen sollen. Von dem Fachmann Päddy Kälin hätte man mehr erwarten dürfen. Die Frage war ein missglückter Versuch einer glatten Überleitung vom Zuschauer zu Hause in ein Interview mit Embolo.»
«Embolo pariert die peinliche Frage gut»
Missglückt, das habe man nämlich auch Baltermia angesehen, bemerkt Bienlein. «Scheinbar war dem fragenden Reporter vor Ort auch nicht ganz wohl bei der Frage. Und er suchte einen Anhaltspunkt, den er im Pokal fand. Embolo pariert die peinliche Frage gut, nicht Alkohol sondern Eistee sei das Gebot der Stunde, um Spitzenleistung zu bringen.»

Bienlein würde SRF gerne unter die Arme greifen. «SRF sollte eine Sondersendung zu ‹Warum Alkoholkonsum und Sport nicht zusammenpassen› senden. Das Blaue Kreuz würde helfen.»












