Armut

    Sinkende Reallöhne bedeuten Armut für Millionen Briten

    DPA
    DPA

    Grossbritannien,

    Wegen sinkender Reallöhne drohen drei Millionen Briten in die Armut abzurutschen. Ein Thinktank fordert von der Regierung Massnahmen.

    globale Armut
    Die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg beeinflussen die weltweite Armut. - Andrew Milligan/PA Wire/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Grossbritannien drohen 14 Millionen Menschen bis März 2024 in Armut zu leben.
    • Grund dafür sind die rasant sinkenden Reallöhne.
    • Ein Thinktank fordert Massnahmen, etwa Unterstützung bei der Energierechnung.

    Wegen explodierender Kosten für Energie und Lebensmittel wird die Armut in Grossbritannien einer neuen Studie zufolge deutlich zunehmen.

    Setze die künftige Regierung die bisherige Politik fort, werde die Zahl der Menschen in absoluter Armut bis zum Haushaltsjahr 2023/24 (31. März) um 3 auf 14 Millionen steigen, teilte die Denkfabrik Resolution Foundation (RF) am Donnerstag mit. Das wäre fast jeder Fünfte der 67 Millionen Einwohner.

    Truss sunak
    Liz Truss (r.) und Rishi Sunak kämpften um das Premierminister-Amt in Grossbritannien. - AFP

    Die relative Kinderarmut – wenn Eltern weniger als 50 Prozent des Durchschnitts-Nettoeinkommens für ihre Familie zur Verfügung haben – klettert demnach bis 2026/27 auf 33 Prozent.

    Hauptursache sei der rasante Fall der Reallöhne, betonte der Thinktank. Bis Mitte 2023 werde das gesamte Reallohnwachstum seit 20 Jahren zunichte gemacht sein.

    Am kommenden Montag gibt die regierende Konservative Partei bekannt, ob Aussenministerin Liz Truss, die als Favoritin gilt, oder Ex-Finanzminister Rishi Sunak die Nachfolge von Premierminister Boris Johnson antritt.

    Thinktank fordert höhere Sozialleistungen

    Resolution Foundation betonte, erhebliche Unterstützungsmassnahmen der neuen Regierung seien angesichts des Ausmasses der wirtschaftlichen Probleme unvermeidlich. Die Denkfabrik schlug unter anderem zusätzliche Hilfen bei Energierechnungen sowie höhere Sozialleistungen vor.

    «Grossbritannien erlebt bereits den grössten Rückgang der Reallöhne seit 1977, und ein harter Winter droht, da die Energierechnungen auf 500 Pfund im Monat schnellen werden», sagte RF-Expertin Lalitha Try. Die Aussichten seien erschreckend, deshalb seien radikale politische Handlungen wie etwa ein Energieunterstützungspaket im Wert von Dutzenden Milliarden Pfund nötig.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Inflation Grossbritannien
    14 Interaktionen
    «Ist alles teurer»

    MEHR IN NEWS

    Waltensburg/Vuorz GR
    Waltensburg/Vuorz GR
    Zug Kollision
    1 Interaktionen
    Madrid
    Katy Perry
    1 Interaktionen
    Los Angeles

    MEHR ARMUT

    Unicef
    22 Interaktionen
    Viele Kinder
    Knast Zürich Busse
    224 Interaktionen
    Zürich
    Seniorin engagiert sich für Süchtige und Obdachlose
    14 Interaktionen
    «Armut nimmt zu»
    2 Interaktionen
    Manila

    MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

    7 Interaktionen
    London
    Sarah Ferguson
    84 Interaktionen
    Nach Epstein-Skandal
    Andrew und Epstein
    Auf Schloss Balmoral
    Russell Brand
    12 Interaktionen
    Vor Gericht