Der Buchstabe «Z» gilt als Siegessymbol der Russen im Ukraine-Krieg. Nun haben sie gar Bäume in dieser Form gepflanzt – wie die Nazis mit ihren Hakenkreuzen.
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Auf ihren Panzern, Kleidern, und sogar in die Landschaft zeichnen die Russen den Buchstaben «Z». - Telegram / @sotavision

Das Wichtigste in Kürze

  • An mehreren Orten in Russland wurden Bäume in Form des Siegessymbols «Z» gepflanzt.
  • Der Buchstabe wird von Unterstützern des Ukraine-Kriegs überall verwendet.
  • Auch die Nazis brandmarkten in den 30er-Jahren so die Natur mit Hakenkreuzen.

Der Buchstabe «Z» ist im Ukraine-Krieg zu einem allgegenwärtigen Symbol der Russen geworden. Soldaten markieren damit ihre Panzer und Fahrzeuge, Unterstützer benutzen ihn überall: Bei prorussischen Demonstrationen auf der ganzen Welt, als Graffiti auf den Türen von Putin-Gegnern und sogar auf Kinderspielzeug.

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Dieses Kipplaster-Spielzeug mit dem russischen «Z»-Symbol an der Seite wird online für 633 Rubel (rund 8.70 Franken) verkauft. - Twitter/@francis_scarr

Verfolgen Sie die Geschehnisse um den Ukraine-Krieg?

Jetzt soll das Symbol in Russland an mehreren Orten wegen des Ukraine-Kriegs sogar in der Landschaft verewigt worden sein. Und das ausgerechnet mit einer Methode, die auch das Nazi-Regime in Deutschland gerne verwendete.

Sogar Bäume formen jetzt das «Z»-Symbol zum Ukraine-Krieg

Nahe Moskau pflanzte die Regierung nämlich auf einer riesigen Fläche hunderte Bäume in Form eines «Z». Erst kürzlich war auch in der an Weissrussland grenzenden Region Brjansk ein solches Zeichen entstanden. Für dieses wurden 650 Bäume auf einer Fläche von 10'000 Quadratmetern gepflanzt, schreibt das regierungskritische Nachrichtenportal «Sota».

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Das regierungskritische russische Nachrichtenportal «Sota» verbreitet Bilder des wegen des Ukraine-Kriegs gepflanzten Z-Symbols auf Telegram. - Telegramm / @sotavision

Dieses zitiert zudem einen Verantwortlichen des Projekts, den Rektor der Universität Brjansk, der zum Symbol schreibt: «Diese patriotische Aktion wurde zur Unterstützung der Handlungen des Präsidenten Russlands, Wladimir Wladimirowitsch Putin abgehalten.» Zudem ehre es die Soldaten, die an der «Spezialoperation in der Ukraine» teilnehmen – so bezeichnet Russland den Ukraine-Krieg.

Beliebte Praktik im Deutschen Reich

Die Propaganda-Methode hat sich Russland wohl von den Nazis abgeschaut. Das ist ironisch, behauptet doch Russland weiterhin, die Invasion der Ukraine diene der «Entnazifizierung».

Denn es ist bei Weitem nichts Neues, solche Zeichen in die Landschaft einzubauen: In den 30er-Jahren wurden im Deutschen Reich an mehreren Orten Bäume in Form eines Hakenkreuzes gepflanzt.

Die Nazis verwendeten jedoch dazu Lärchen, die sich im Herbst verfärben und sich so von den umgebenden Kiefern unterscheiden. Auch deswegen wurde das letzte dieser Symbole erst in den 90er-Jahren auf Luftaufnahmen entdeckt und schliesslich abgeholzt.

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