Selenskyj: Statt Diplomatie nutzt Russland Kälte für Terror
Vor einer neuen Verhandlungsrunde für ein Ende des Ukraine-Kriegs hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj neue russische Angriffe auf Energieobjekte beklagt.

Für Russland sei es wichtiger, die kältesten Tage des Winters zu nutzen, um Menschen zu terrorisieren, als sich der Diplomatie zuzuwenden, schrieb Selenskyj in sozialen Medien. Neun Menschen wurden seinen Angaben nach bei den Angriffen verletzt. Er forderte abermals Druck auf Russland und eine rechtzeitige Lieferung von Raketen für Flugabwehrsysteme.
Russland habe einen gezielten Angriff gegen Energieobjekte geführt, teilte Selenskyj mit. Dabei habe das russische Militär mehr als 70 Raketen und Marschflugkörper sowie 450 Kampfdrohnen eingesetzt. Die Attacken trafen demnach die nordostukrainischen Regionen Charkiw und Sumy, die Hauptstadt Kiew und ihre Umgebung sowie die Regionen Dnipropetrowsk im Südosten, Odessa im Süden, und Winnyzja im Westen. Die Reparaturarbeiten laufen den Angaben nach.
Die Ukraine verteidigt sich seit fast vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg. In der vergangenen Woche hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, dass Moskau zugesagt habe, die Angriffe auf Energieanlagen in der Ukraine zu pausieren – wegen der extremen Kälte in der Ukraine. Moskau bestätigte zunächst, Trumps Bitte nachzukommen, allerdings nur bis zum vergangenen Sonntag. Die jüngsten Angriffe auf die Energieinfrastruktur deuten darauf hin, dass die begrenzte Feuerpause inzwischen beendet ist.













