Der Bahnhof von Sugiez FR darf abgerissen werden
Der Bahnhof von Sugiez in der Freiburger Gemeinde Mont-Vully muss einem neuen Verkehrsknotenpunkt weichen. Das Bundesgericht hat Beschwerden gegen den Abriss des Bahnhofs abgewiesen.

Hinter den Beschwerden standen der Schweizer Heimatschutz und die Organisation Pro Fribourg. Die Entstehung eines modernen Knotenpunkts des öffentlichen Verkehrs überwog in der Interessenabwägung des Bundesgerichts den Erhalt eines nicht geschützten Gebäudes.
Das Bundesgericht setzte damit einen Schlusspunkt hinter einen vierjährigen Rechtsstreit. «Wir beklagen den Verlust eines Kulturguts und eines unersetzlichen Zeugens unserer gemeinsamen Geschichte», betonte Pro Fribourg am Dienstag in einer Mitteilung.
2021 hatte das Freiburger Transportunternehmen TPF ein Entwicklungsprojekt in Sugiez lanciert. Der Bahnhof liegt an der Strecke zwischen Ins und Murten.
Der Bahnhof soll behindertengerecht ausgebaut werden, etwa mit Rampen. Ausserdem sollen Parkplätze entstehen. Das Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1993 muss für das Projekt abgebrochen werden.
Das Bundesgericht bestätigt in seinem Entscheid ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts. Dieses war zum Schluss gekommen, dass das Gebäude zwar einen gewissen historischen Wert habe, aber nicht geschützt sei. Unter diesen Umständen stelle sich einem Abriss nichts entgegen.
(Entscheid 1C_481/2024)










