Terror

Nigeria widerspricht Trump nach US-Militärschlägen

Nikolaus Führmann
Nikolaus Führmann

Nigeria,

Nach den US-Luftschlägen gegen den IS gibt es aus Nigeria Widerspruch gegen Trumps Darstellung, dass sich der Terror vor allem gegen Christen richte.

Nigeria Aussenminister Tuggar
Aussenminister Yusuf Tuggar widersprach bereits in der Vergangenheit Berichten über gezielte Christenverfolgungen in Nigeria. (Archivbild) - Keystone

Die USA haben Luftangriffe im Nordwesten Nigerias auf mutmassliche Stellungen der Terrormiliz ISIS durchgeführt. Präsident Donald Trump erklärte, die Operation habe bewaffnete Kämpfer getroffen, die gezielt Christen attackiert hätten.

Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums wurden mehrere Fahrzeuge und Waffenlager zerstört. Der Einsatz erfolgte ohne Beteiligung lokaler Streitkräfte, jedoch laut «Nigeria Info» in enger Abstimmung mit der nigerianischen Führung.

Denkst du, dass Donald Trump mit seiner Einschätzung der Verfolgung von Christen in Nigeria richtig liegt?

Die Regierung in Abuja bestätigte die Angriffe, wies laut der «BBC» jedoch Trumps Behauptungen über gezielte Christenverfolgung entschieden zurück. So betonte Informationsminister Mohammed Idris, die Gewalt im Land richte sich gegen Bevölkerungsgruppen unterschiedlicher Herkunft und Religion.

Lokale Gruppen in Nigeria warnen vor Fokus auf Religion

Die nigerianischen Behörden arbeiteten mit internationalen Partnern zusammen, um Terrorismus und Banditentum in mehreren Regionen einzudämmen. Zugleich erklärte Aussenminister Yusuf Tuggar laut «Al Jazeera»: «„Es geht nicht um Religion oder darum, wer was gesagt hat, es geht darum, das Ergebnis zu erzielen».

Trump Truth Social Nigeria
Donald Trump hatte via Social Media über die US-Luftschläge in Nigeria informiert. - Keystone

Nach Informationen von «Al Jazeera» warnen lokale Beobachter vor einer religiösen Überdehnung der Ereignisse. Konflikte in Nord- und Zentralnigeria seien häufig von Armut, Ressourcenmangel und lokalen Machtkämpfen bestimmt.

Christliche Kirchenvertreter und islamische Verbände riefen beide Seiten zu Zurückhaltung auf, um neue Spannungen zwischen Religionsgemeinschaften zu vermeiden.

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