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    Selenskyj erwartet von Scholz Unterstützung von EU-Beitritt

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    Noch im Juni soll bei einem EU-Gipfel darüber entschieden werden, wie es mit dem Beitrittsantrag der Ukraine weitergeht. Präsident Wolodymyr Selenskyj wünscht sich Unterstützung von Kanzler Olaf Scholz.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will mit seinem Land noch im Juni EU-Beitrittskandidat werden.
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will mit seinem Land noch im Juni EU-Beitrittskandidat werden. - Natacha Pisarenko/AP/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet, dass die Europäische Union seinem Land noch in diesem Juni den Status eines Beitrittskandidaten zuerkennt.

    Von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wünsche er sich, dass dieser persönlich die EU-Mitgliedschaft der Ukraine unterstütze, sagte Selenskyj in einem Interview des ZDF-«heute journal». Kritisch fügte Selenskyj an, in der Zeit vor Scholz' Amtsantritt, also während der Kanzlerschaft Angela Merkels (CDU), habe «eine gewissen Skepsis» in der politischen Führung Deutschlands geherrscht, was einen EU- und Nato-Beitritt seines Landes angehe.

    Auf die Frage, ob für einen Frieden mit Russland Gebietsabtretungen denkbar seien, antwortete Selenskyj, es tue zwar sehr weh, in diesem Abwehrkampf Menschenleben zu verlieren. «Das ist so. Aber wir werden alles verlieren, wenn wir Russland in diesem Krieg unterliegen.» Er versuche nicht, «irgendwie zu einem Abkommen zu gelangen», sagte er. «Wir wissen genau, was wir tun. Ich betone: Wir haben keine Zweifel.» Er fügte an: «Wir sind nur dann bereit, Gespräche zu führen, wenn die andere Seite bereit ist, dem Krieg ein Ende zu setzen. Wir haben keine Zeit für Gespräche, die nichts bringen.»

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte am Wochenende bei einem Besuch in Kiew angekündigt, die Analyse des EU-Beitrittsantrags der Ukraine Ende kommender Woche abzuschliessen. Auf jeden Fall dürfte die Empfehlung ihrer Behörde an Reformen geknüpft sein. Anschliessend müssen die EU-Staaten einstimmig darüber entscheiden, wie es weitergeht. Dies soll bei einem EU-Gipfel am 23. und 24. Juni geschehen.

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