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Schwere Ausschreitungen bei Corona-Protest in Slowenien

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Slowenien,

In Slowenien kam es zu heftigen Protesten gegen die Corona-Massnahmen. Mehrere Polizisten wurden verletzt – zehn Demonstranten festgenommen.

Konfrontation zwischen Demonstranten und Polizei in Ljubljana
Konfrontation zwischen Demonstranten und Polizei in Ljubljana - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Zehn Demonstranten wurden in Slowenien von der Polizei festgenommen.
  • Zuvor hatten Hunderte gegen die Corona-Massnahmen demonstriert.

Bei einer Demonstration gegen die Anti-Corona-Massnahmen in Slowenien ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen.

In der Hauptstadt Ljubljana wurden aus einer Menge von hunderten Demonstranten heraus am Donnerstag Flaschen, Steine, Knallkörper und Rauchbomben auf die Polizei geworfen. Diese ging gegen die Demonstranten mit Tränengas, Pfefferspray und Wasserwerfern vor.

Mehrere Verletzte und Festnahmen

Nach Angaben des örtlichen Polizeichefs Stanislav Vrecar wurden etwa zehn Polizisten leicht verletzt. Zehn Demonstranten seien festgenommen worden. Am frühen Abend habe die Polizei wieder «Frieden und Ordnung» in der Stadt hergestellt, sagte Vrecar.

Die Polizei hatte die Demonstranten gewarnt, dass ihre Versammlung aufgrund der geltenden Corona-Restriktionen verboten sei. Die Konfrontationen begannen vor dem Parlamentsgebäude und setzten sich danach in anderen Stadtteilen fort. Sie dauerten mehr als zwei Stunden an.

Zu dem Protest hatten Aktivisten aufgerufen, die sich als slowenischer Zweig der Hacker-Gruppe Anonymous bezeichneten. Innenminister Ales Hojs sagte, dass Fussball-Hooligans in der Menge gewesen seien.

Zweite Welle trifft Slowenien

Seit Oktober gelten in Slowenien weitreichende Corona-Restriktionen, darunter Ausgangsbeschränkungen und die Schliessung von Schulen sowie nicht «essenzieller» Geschäfte.

Von der ersten Corona-Welle im Frühjahr war der Balkanstaat noch relativ verschont geblieben, in den vergangenen Wochen nahmen die Infektionszahlen jedoch deutlich zu. Insgesamt wurden inzwischen mehr als 41'000 Fälle von Ansteckung mit dem neuartigen Virus in dem Zwei-Millionen-Einwohner-Land verzeichnet.

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