Russland greift Ukraine nach Ende der Waffenruhe wieder an

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Russland hat nach Ende seiner dreitägigen Waffenruhe zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs seine Angriffe gegen die Ukraine wieder aufgenommen.

Putin
Nach der kurzen Waffenruhe zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs hat Russland die Drohenangriffe auf die Ukraine erneut aufgenommen. - EPA

Russland hat nach Ende seiner dreitägigen Waffenruhe Angaben aus Kiew zufolge seine Drohnenangriffe gegen die Ukraine wieder aufgenommen. In der Nacht und am Morgen meldeten die Hauptstadt Kiew sowie mehrere Gebiete, darunter Odessa, Charkiw und Dnipropetrowsk, erstmals wieder vermehrt Luftalarm und verstärkte Drohnenangriffe. Über Schäden war zunächst nichts bekannt.

In Kiew forderte Bürgermeister Vitali Klitschko die Menschen auf, Schutz in Bunkern zu suchen. Die von Kremlchef Wladimir Putin für die Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs angeordnete Waffenruhe war um Mitternacht (23.00 Uhr MESZ) ausgelaufen.

Moskaus Antwort auf Forderungen einer längeren Waffenruhe

Eine am Samstag vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und wichtigen europäischen Verbündeten geforderte 30-tägige Waffenruhe mit Start an diesem Montag will Moskau zunächst nicht umsetzen.

Westliche Unterstützer der Ukraine hatten für den Fall einer Ablehnung der Waffenruhe durch Moskau neue Sanktionen gegen Russland angekündigt.

Der Kreml reagierte darauf gelassen und betonte, dass Russland sich nicht unter Druck setzen lasse.

Putin schlug im Gegenzug in der Nacht für einen solchen möglichen Schritt einer Waffenruhe direkte Verhandlungen mit der Ukraine über eine Beendigung des Konflikts vor.

Putins Vorschlag: Friedensverhandlungen am 15. Mai

Als Termin nannte er den kommenden Donnerstag in Istanbul. Die Gespräche sollten an dem Punkt fortgesetzt werden, an dem sie 2022 nach Kriegsbeginn abgebrochen wurden. Eine Reaktion aus Kiew lag zunächst nicht vor.

Putin betonte, dass Russland zu einer Lösung des Konflikts bei Gesprächen ohne Vorbedingungen bereit sei.

«Die Entscheidung liegt nun bei den Ukrainern und ihren Kuratoren», sagte er. Mit Kuratoren meint er die EU und die USA. «Diejenigen, die wirklich Frieden wollen, können nicht umhin, dies zu unterstützen», sagte er.

Während die Ukraine und ihre westlichen Verbündeten eine Waffenruhe verlangen, um dann in einem nächsten Schritt in Ruhe über eine friedliche Lösung des Konflikts zu verhandeln, will Russland die Kämpfe erst beenden, wenn der Konflikt zuvor bei Verhandlungen gelöst wird.

Kommentare

Blüttler Schoch

"Russland greift Ukraine nach Ende der Waffenruhe wieder an". Nun ja, das haben "Enden von Waffenruhen" nun mal so an sich, es geht danach weiter! Was habt ihr denn gedacht 😄?

User #6443 (nicht angemeldet)

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