Nach tagelangem Warten hat die Organisation Ärzte ohne Grenzen 367 im Mittelmeer gerettete Migranten an Land gebracht. Das Seenotrettungsschiff «Geo Barents» legte am späten Mittwochabend im Hafen von Palermo auf Sizilien an. Dort sollten die Menschen, unter ihnen nach Angaben der Helfer 172 Kinder, auf Corona getestet und dann in Aufnahme- und Quarantänelager verteilt werden. Palermos Bürgermeister Leoluca Orlanda kam laut Nachrichtenagentur Ansa zur Ankunft des Schiffes in den Hafen. «Lasst uns die Egoismen und politischen Hinterhältigkeiten überwinden», sagte der Sozialdemokrat.
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Menschen auf dem Schiff von Ärzte ohne Grenzen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die «Geo Barents» hatte in der vergangenen Woche in mehreren Einsätzen die Migranten von Schlauch- und Holzbooten an Bord geholt.

Seit dem Wochenende wartete das Schiff dann auf die Erlaubnis, einen Hafen ansteuern zu dürfen. Die Sorgen wuchsen wegen der Vorhersagen von heftigen Stürmen in der Region südöstlich von Sizilien und südlich von Kalabrien. Am Mittwoch erhielt das Schiff dann grünes Licht von den italienischen Behörden. «Worte können die Freude und Erleichterung an Bord nicht beschreiben», twitterte die Organisation.

Viele Migranten setzen sich an den Küsten Nordafrikas in der Hoffnung auf ein besseres Leben in Boote, um in die EU zu gelangen. Oft erreichen sie Italien oder werden von Seenotrettern aufgesammelt. Wenn die Küstenwache etwa in Libyen sie davor aber abfängt, werden sie zurück geschickt.

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