Cassis in Baku: «Ein dauerhafter Frieden ist in greifbarer Nähe»
Aussenminister Ignazio Cassis hat am Dienstag in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku die Fortschritte auf dem Weg zu einem Friedensabkommen mit Armenien begrüsst. Er forderte beide Seiten auf, «die notwendigen Massnahmen für dessen Unterzeichnung und Umsetzung zu ergreifen».

«Ein dauerhafter Frieden ist in greifbarer Nähe», sagte Cassis, amtierender Vorsitzender der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), wie aus einer von der paneuropäischen Organisation veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht. Im sozialen Netzwerk X sprach er von einem «historischen Impuls».
Die OSZE sei bereit, den Dialog und die Bemühungen um einen dauerhaften Frieden zu unterstützen, sollten die Parteien dies wünschen, so der Bundesrat. Der Tessiner hob zudem die Vorteile hervor, die eine Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern für die gesamte Region mit sich bringen könnte.
Seit dem Zusammenbruch der UdSSR haben Aserbaidschan und Armenien zwei Kriege um die umstrittene Region Karabach geführt. Baku eroberte die Enklave 2023 von den armenischen Streitkräften zurück, was die Flucht von 100'000 dort lebenden Armenierinnen und Armeniern auslöste. Im August des vergangenen Jahres paraphierten die beiden Länder im Weissen Haus einen Entwurf für ein Friedensabkommen.
Anlässlich seines Besuchs in Baku traf sich Cassis mit dem aserbaidschanischen Aussenminister Ceyhun Bayramov. Im Mittelpunkt der Gespräche standen auch die langjährige Partnerschaft zwischen der OSZE und Aserbaidschan sowie Möglichkeiten zur Stärkung der Zusammenarbeit.
Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) wird am Mittwoch weiter nach Turkmenistan reisen. Im Herbst soll er dann Armenien und Georgien besuchen.










