Hamburg hat zuletzt mehrere Grossdemonstrationen gegen die Corona-Massnahmen und die Impfstoffe erlebt. Nun will die Polizei eine erneute Kundgebung verhindern - mit Verweis auf das Infektionsgeschehen.
In Hamburg waren zuletzt mehrfach mehrere Tausend Menschen gegen die Corona-Massnahmen auf der Strasse. Foto: Markus Scholz/dpa
In Hamburg waren zuletzt mehrfach mehrere Tausend Menschen gegen die Corona-Massnahmen auf der Strasse. Foto: Markus Scholz/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Polizei Hamburg hat eine für Samstag geplante Demonstration von Impf- und Corona-Massnahmen-Gegnern untersagt.

Die Entscheidung sei angesichts der drastischen Steigerung der Corona-Zahlen aus Infektionsschutzgründen gefallen, sagte Polizeisprecher Holger Vehren am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Da es sich bei einem grossen Teil der zu erwartenden 11.000 bis 15.000 Teilnehmer um Impfgegner handele, sei nicht zu erwarten, dass Infektionsschutzmassnahmen eingehalten würden.

Die Gesundheitsbehörde, mit der sich die Polizei bei der Entscheidung eng abgestimmt habe, sei zu der Einschätzung gekommen, dass Versammlungen unter den gegenwärtigen Umständen nur dann zu verantworten seien, wenn alle Teilnehmer Masken trügen. «Das ist bei dieser Versammlung in der Vergangenheit nicht passiert und auch nicht zu erwarten», sagte er.

Die samstäglichen Demos in der Innenstadt haben seit Dezember deutlich Zulauf. Am vergangenen Samstag gingen knapp 14.000 Impfgegner und Corona-Zweifler auf die Strasse.

Eine ebenfalls für Samstag angemeldete Gegendemonstration unter dem Motto «Solidarität und Aufklärung statt Verschwörungsideologien» dürfe hingegen stattfinden. «Die werden Maske tragen, davon gehen wir aus», sagte Vehren.

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