Die österreichische Regierung verkündete am Freitag einen bundesweiten Lockdown. Der Tourismus befürchtet einen grossen Imageschaden.
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Das Coronavirus setzt dem Tourismus weiter zu: Viele Zimmer dürften in Österreich auch diesen Sommer frei bleiben. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In Österreich wurde heute Freitag ein bundesweiter Lockdown für zehn Tage verkündet.
  • Für den Tourismus bedeutet dies einen erheblichen Imageschaden.
  • Das Ausufern der Krise werfe ein schlechtes Licht auf das Land.

Der Lockdown für ganz Österreich bedeutet nach Ansicht der Hotelbranche einen erheblichen Imageschaden für den Tourismus. Das völlige Ausufern der Corona-Krise werfe ein schlechtes Licht auf das Land. Dies sagte Susanne Kraus-Winkler vom Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Die Gäste seien nicht nur wegen der schönen Landschaft gekommen, sondern auch wegen des Gefühls der Sicherheit. «Sicherheit ist die neue Währung im Tourismus».

Tourismus will in zweiter Saisonhälfte durchstarten

Der Lockdown selbst sei alternativlos. «Wir müssen das jetzt mittragen», sagte Kraus-Winkler. Der klassische Weihnachtsurlaub sei wohl gelaufen. Da sei allenfalls noch mit ein paar Stammgästen zu rechnen. Die Branche setze auf ein Durchstarten in der zweiten Saisonhälfte ab Mitte Januar. «Wir hoffen, dass noch was zu retten ist», so die Expertin.

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In der kommenden Wintersaison steht für das vom Tourismus abhängige Österreich viel auf dem Spiel. - dpa

Durch die Schliessung aller Hotels und Lokale im Lockdown verzögert sich der Saisonstart. So wollte der Tiroler Skiort Ischgl am 25. November die Skisaison eröffnen.

Kein Hotelsterben erwartet

Schon die jüngste deutsche Reisewarnung für Österreich hatte zu einer Stornowelle in den Hotelbetrieben geführt. In der Wintersaison entfielen zuletzt knapp 37 Prozent aller Übernachtungen auf deutsche Touristen.

Mit einem Hotelsterben rechnet Kraus-Winkler jedoch nicht. Der Umsatzausfall werde wohl durch die Regierung zumindest teilweise abgefedert. Die grosse Frage sei jedoch, wann man endlich wieder positive Signale als Tourismus-Ziel aussenden könne.

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