Regierungschef

    Österreich bekommt neuen Regierungschef - Staatsoberhaupt mahnt

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Österreich,

    Zwei Tage nach dem Rücktritt von Sebastian Kurz vom Amt des Bundeskanzlers bekommt Österreich einen neuen Regierungschef.

    Schallenberg
    Alexander Schallenberg, Vater von vier Kindern, ist seit mehreren Jahren Chefstratege von Ex-Kanzler Sebastian Kurz. - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Heute wird in Österreich der neue Kanzler Alexander Schallenberg vereidigt.
    • Schallenberg und Vize-Kanzler Kogler wollen die Koalition aus ÖVP und Grünen fortsetzen.

    Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird am Montag (gegen 13.00 Uhr) den 52-jährigen Alexander Schallenberg als Kanzler vereidigen. Schallenberg und Vize-Kanzler Werner Kogler wollen die seit Januar 2020 regierende Koalition aus konservativer ÖVP und Grünen fortsetzen. Es gebe trotz der jüngsten Regierungskrise ein tragfähiges Fundament dafür, versicherten sie.

    Der Bundespräsident nahm beide persönlich in die Pflicht, für eine sachliche und konstruktive Zusammenarbeit des Bündnisses zum Wohl der Österreicher zu sorgen. Am Samstagabend war der unter Korruptionsverdacht stehende Kurz zurückgetreten. Das war für die Grünen die Bedingung, an dem Bündnis festzuhalten.

    Österreichische Volkspartei
    Bundespräsident Alexander Van der Bellen (rechts) bei der Enthebung der Bundesregierung aus dem Amt. Dies geschah nach der Amtsenthebung von Kanzler Sebastian Kurz von der Österreichische Volkspartei. - Keystone

    Schallenberg ist seit Jahren in Spitzenfunktionen für die Aussenpolitik Österreichs mitverantwortlich. Der mehrsprachige, international erfahrene Diplomat vertritt in Fragen der Migration einen genauso harten Kurs wie sein Vorgänger im Amt.

    Kurz betonte bei seinem Abgang seine Unschuld

    Die Regierungskrise wurde durch Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft ausgelöst. Enge Mitstreiter des Kanzlers stehen im Verdacht, wohlmeinende Berichterstattung in einem Medienunternehmen erkauft zu haben, um Kurz ab 2016 den Weg an die Parteispitze und in das Bundeskanzleramt zu ebnen. Auch Kurz wird als Beschuldigter geführt.

    Sebastian Kurz
    Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat sein Amt niedergelegt. - Keystone

    Bei seinem Abgang betonte Kurz erneut seine Unschuld. Er gebe sein Amt aber aus Verantwortung für das Land ab. Es drohe nach einem Ende der ÖVP-Grünen-Koalition das Chaos einer Vier-Parteien-Zusammenarbeit von Grünen, SPÖ, liberalen Neos und rechter FPÖ. Kurz selbst wechselt vom Kanzleramt ins Parlament auf den Sitz des Fraktionschefs der ÖVP. Ausserdem bleibt er Parteivorsitzender. Die Opposition kritisierte diesen Schritt, weil der 35-Jährige damit eine weiterhin äusserst einflussreiche politische Figur sei und das «System Kurz» erhalten bleibe.

    Die Opposition will die neuen Korruptionsvorwürfe gegen den 35-Jährigen in einem Untersuchungsausschuss aufarbeiten. Das kündigten Sprecher von SPÖ und FPÖ am Sonntag an. Ein Antrag dazu werde wohl schon bald im Parlament eingebracht.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Formel 1 Mercedes Türkei
    35 Interaktionen
    Red Bull wundert sich
    grünen werner kogler
    17 Interaktionen
    Nach Kurz-Abgang
    1 Interaktionen
    Wien

    MEHR IN NEWS

    kontrolle
    2 Interaktionen
    Handys verraten
    5 Interaktionen
    Bern

    MEHR REGIERUNGSCHEF

    eu
    1 Interaktionen
    Riga
    Lech Wa??sa
    7 Interaktionen
    Warschau/Danzig
    asd
    3 Interaktionen
    Vilnius

    MEHR AUS ÖSTERREICH

    Brennbare Dekorationen
    1 Interaktionen
    Wien
    7 Interaktionen
    Wien
    Lachgas
    3 Interaktionen
    Salzburg
    Frau mit Apfelscheibe
    17 Interaktionen
    Wien