Litauens Regierungschef muss Doktorarbeit nachbessern
Litauens Ministerpräsident Mindaugas Sinkevicius muss wegen wissenschaftlicher Formfehler seine Doktorarbeit nachbessern.

Die ISM University of Management and Economics hat bei der Überprüfung von Plagiatsvorwürfen «erhebliche Verstösse gegen die Regeln des wissenschaftlichen Schreibens, Zitierens und der Quellenangabe» festgestellt. Diese seien binnen sechs Monaten zu korrigieren, teilte eine von der Universität eingerichtete Untersuchungskommission mit.
Die Verstösse seien aber keine ausreichende Grundlage, um einen Entzug des Doktortitels zu empfehlen.
Sinkevicius war 2015 mit einer Doktorarbeit über Alkoholkonsum promoviert worden. Der sozialdemokratische Regierungschef räumte auf Facebook die Verstösse ein und versprach, eine öffentlich zugängliche Korrekturfassung mit überarbeiteten Quellenangaben zu erstellen. Litauische Medien berichteten unter Berufung auf den Bericht der Kommission, dass fünf Plagiate und zwei Fälle von unzulässiger Textverwendung festgestellt worden seien.
Die Untersuchung wurde im Sommer nach einer öffentlichen Debatte und Plagiatsvorwürfen gegen Sinkevicius’ Dissertation eingeleitet. Darüber gingen drei Beschwerden an der Universität ein, die die Arbeit daraufhin überprüfen liess. Der seit Juli als Ministerpräsident von Litauen amtierende Politiker hatte wiederholt erklärt, die Arbeit ethisch korrekt angefertigt zu haben, und die Plagiatsvorwürfe zurückgewiesen.














