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    Nord Stream 2: Letztes Rohr der Gas-Pipeline verschweisst

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    Russland,

    Das letzte Rohr der Nord Stream 2 wurde verschweisst. Die Gas-Pipeline erstreckt sich über Deutschland bis Russland.

    flüssigerdgas
    Die Gaspipeline Nordstream 2. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das letzte Rohr der Nord Stream 2 wurde verschweisst.
    • Im Oktober will der russische Gasmonopolist Gazprom mit den Lieferungen starten.
    • Politische Sanktionen der USA verzögerten die Fertigstellung des Baus.

    An der Ostseepipeline Nord Stream 2 wurde das letzte Rohr verschweisst. Auch nach dem Abschluss der Bauarbeiten dürften die politischen Diskussionen wohl weitergehen.

    Das Rohr soll in deutschen Gewässern auf den Meeresboden abgesenkt werden, teilte die Nord-Stream-2-AG am Montag mit. Anschliessend müsse es noch mit dem aus der Gegenrichtung kommenden Abschnitt verbunden werden. Weitere Vorbereitungen stehen vor der Inbetriebnahme an.

    Lieferstart im Oktober

    Erwartet wird, dass der russische Gasmonopolist Gazprom im Oktober mit den Gaslieferungen nach Deutschland durch die neue Pipeline beginnt. Dafür nutzt Gazprom zunächst den Strang, der bereits im Juni fertigt verlegt worden war.

    nord stream 2
    Blick auf das Rohrende der Ostseepipeline «Nord Stream 2» an der Empfangsstation in Lubmin (D). - dpa

    Vor allem der Widerstand der USA, die Sanktionen gegen die Leitung androhten und dann auch verhängten, verzögerte den Bau. Eigentlich hätte er Ende 2019 hatte beendet werden sollen. Die US-Regierung kritisiert, Europa mache sich mit dem Projekt bei der Energieversorgung zu stark von Russland abhängig.

    Russland wirft den USA vor, sie hätten mit ihrem Widerstand gegen Nord Stream 2 vor allem eigene wirtschaftliche Interessen verfolgt. Die USA bieten ihr durch Fracking gewonnenes und dann verflüssigtes Gas als Alternative in der EU an.

    55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr

    Nord Stream 2 verläuft weitgehend parallel zu den Leitungen von Nord Stream 1. Mit der weiteren Gasleitung macht sich Russland von der Ukraine als Transitland für Gaslieferungen nach Europa weiter unabhängig. Die Ukraine liegt mit Russland im Streit und ist auf Einnahme aus dem Gastransit angewiesen.

    Russland hatte immer wieder Vorwürfe zurückgewiesen, es könne die Gasleitung als «politische Waffe» missbrauchen. Eine deutsch-amerikanische Vereinbarung sieht für einen solchen Fall Sanktionen gegen Russland vor.

    Kostenteilung macht Bau möglich

    Die Bauarbeiten für Nord Stream 2 hatten 2018 begonnen. Die Leitung soll künftig 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr von Russland durch die Ostsee nach Deutschland liefern. Damit können nach Angaben der Betreibergesellschaft 26 Millionen Haushalte versorgt werden.

    Die Baukosten der 1230 Kilometer langen Pipeline werden mit mehr als zehn Milliarden Euro angegeben. Die Leitung ist zur Hälfte vom russischen Energieriesen Gazprom finanziert worden. Die andere Hälfte haben die fünf europäischen Unternehmen OMV, Wintershall Dea, Engie, Uniper und Shell übernommen.

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