Nach Shitstorm: Künstlerinnen verteidigen ihre «woke» Käseverpackung

Gerrit Fredrich
Gerrit Fredrich

Deutschland,

Nach massivem Shitstorm bekennen sich die Künstlerinnen zur bunten Käseverpackung von Milram. Vielfalt und Gemeinschaft stehen für sie im Mittelpunkt.

Käse Milram
Dieser Account ruft zum Boykott vom Milram auf – offenbar hat die Person ein Problem mit den neuen Verpackungen. - X/Screenshot

Das Wichtigste in Kürze

  • Milram erntete im Netz einen Shitstorm für ihre Käseverpackung.
  • Nun äussern sich die Künstlerinnen und verteidigen ihre Illustrationen.
  • Ausserdem betonen sie, dass sie auch Zuspruch und Unterstützung erhalten.

Milram steht in sozialen Netzwerken in der Kritik. Die neue Käseverpackung zeigt Menschen unterschiedlicher Herkunft, was rechte Gruppen als «woke» angreifen. Laut «Focus» kam es im Netz zu Boykott-Aufrufen.

Findest du die neuen Käseverpackungen von Milram gut?

Die Illustratorin Danii Pollehn zeigte sich erschüttert über die Geschwindigkeit, mit der sich Hasskommentare verbreiteten. Dennoch will sie an ihrer Arbeit festhalten und betont die Bedeutung der Vielfalt in ihren Motiven, wie «Focus» berichtet.

Reaktionen der Künstlerinnen

Pollehn war von der Wucht des Shitstorms überrascht, lässt sich aber nicht entmutigen: «Ich werde mich in meiner Arbeit auf gar keinen Fall davon beeinflussen lassen.»

Auch Josephine Rais berichtete von Beleidigungen. «Allerdings bekomme ich zunehmend Zuspruch und Unterstützung», berichtet die Illustratorin.

Ihr Kollege Moritz Adam-Schmitt wiederum äusserte Unverständnis über die Heftigkeit der Reaktionen in den sozialen Medien. Alle drei stellen klar, dass ihre Arbeiten die Gemeinschaft feiern und keine politische Botschaft transportieren sollen.

Vielfalt statt Politik

Milrams Mutterkonzern DMK verteidigt die Aktion laut «Focus» deutlich: «Diese Verpackungen zeigen illustrierte Menschen und stehen für das, was Milram ausmacht: Gemeinschaft und Genuss. Bunt illustriert, vielfältig, modern.»

Milram
Milram bekommt Unterstützung im Netz und an den Kassen. - X / @Faktencheck2030

Das Unternehmen verurteilt Hasskommentare und weist darauf hin, dass der Aufruhr gesellschaftliche Spannungen widerspiegelt. Neben den kritischen Stimmen gab es in den Netzwerken auch viel positive Resonanz und Unterstützung für die Künstlerinnen.

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Kommentare

User #5312 (nicht angemeldet)

Die Art und Weise einer Werbung sagt viel über das Produkt aus. Bei solchen Werbungen ist das Produkt meistens nicht besonders gut. Darum kaufe ich es erst gar nicht.

User #4983 (nicht angemeldet)

Könnte man sich darauf einigen, das im allgemeinen, die Konsumverpackungen, nur die echte! Realität abbilden dürften? Egal ob Müsliflocken oder Käse, dann hätten wir keine Probleme und die Zuckermafia gleichzeitig auch ausgebremst.

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