Nach Shitstorm: Künstlerinnen verteidigen ihre «woke» Käseverpackung
Nach massivem Shitstorm bekennen sich die Künstlerinnen zur bunten Käseverpackung von Milram. Vielfalt und Gemeinschaft stehen für sie im Mittelpunkt.

Das Wichtigste in Kürze
- Milram erntete im Netz einen Shitstorm für ihre Käseverpackung.
- Nun äussern sich die Künstlerinnen und verteidigen ihre Illustrationen.
- Ausserdem betonen sie, dass sie auch Zuspruch und Unterstützung erhalten.
Milram steht in sozialen Netzwerken in der Kritik. Die neue Käseverpackung zeigt Menschen unterschiedlicher Herkunft, was rechte Gruppen als «woke» angreifen. Laut «Focus» kam es im Netz zu Boykott-Aufrufen.
Die Illustratorin Danii Pollehn zeigte sich erschüttert über die Geschwindigkeit, mit der sich Hasskommentare verbreiteten. Dennoch will sie an ihrer Arbeit festhalten und betont die Bedeutung der Vielfalt in ihren Motiven, wie «Focus» berichtet.
Reaktionen der Künstlerinnen
Pollehn war von der Wucht des Shitstorms überrascht, lässt sich aber nicht entmutigen: «Ich werde mich in meiner Arbeit auf gar keinen Fall davon beeinflussen lassen.»
Auch Josephine Rais berichtete von Beleidigungen. «Allerdings bekomme ich zunehmend Zuspruch und Unterstützung», berichtet die Illustratorin.
Der Boykott-Aufruf der rechten Blase wird #Milram die besten Umsätze ever bescheren.
— AlleNeune 🇪🇺💚🌻 (@reiseholic) August 23, 2025
Ich habe heute natürlich Milram-Käse gekauft. pic.twitter.com/eVvNe9iSOj
Ihr Kollege Moritz Adam-Schmitt wiederum äusserte Unverständnis über die Heftigkeit der Reaktionen in den sozialen Medien. Alle drei stellen klar, dass ihre Arbeiten die Gemeinschaft feiern und keine politische Botschaft transportieren sollen.
Vielfalt statt Politik
Milrams Mutterkonzern DMK verteidigt die Aktion laut «Focus» deutlich: «Diese Verpackungen zeigen illustrierte Menschen und stehen für das, was Milram ausmacht: Gemeinschaft und Genuss. Bunt illustriert, vielfältig, modern.»

Das Unternehmen verurteilt Hasskommentare und weist darauf hin, dass der Aufruhr gesellschaftliche Spannungen widerspiegelt. Neben den kritischen Stimmen gab es in den Netzwerken auch viel positive Resonanz und Unterstützung für die Künstlerinnen.