Inklusion: Wie Eltern ihre Kinder für Vielfalt sensibilisieren

    Laura Martin
    Laura Martin

    Bern,

    Wenn Kinder frühzeitig lernen, Unterschiede zu akzeptieren, schätzen sie auch die Vielfalt mehr. Für eine inklusive Haltung sind vor allem die Eltern gefragt.

    Eltern mit Kind
    Eltern sind gefragt, Kindern von Beginn an zu zeigen, dass es ein Anderssein nicht gibt - sondern Vielfalt. - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Förderung einer inklusiven Einstellung bei Kindern beginnt zu Hause.
    • Gefragt sind hier vor allem das aktive Vorleben von Akzeptanz und Respekt.
    • Doch auch Bildungseinrichtungen sollten entsprechend Haltung zeigen.

    Unsere Gesellschaft ist geprägt von Vielfalt. Damit hier auch jeder seinen berechtigten Platz findet, ist es wichtig, gerade Kinder frühzeitig für Vielfalt und Inklusion zu sensibilisieren.

    Eltern können durch gezielte Gespräche und ein vorbildliches Verhalten Toleranz und Respekt im Alltag ihrer Kinder verankern. Denn jede noch so kleine Handlung kann einen grossen Unterschied machen.

    Vorleben von Akzeptanz und Respekt

    Daher gilt: Vorleben, was man von den Kindern erwartet, bringt am meisten. Kinder beobachten und imitieren das Verhalten ihrer Eltern. Wenn Eltern Vielfalt in ihrem eigenen Leben begrüssen und respektvoll mit Menschen unterschiedlicher Fähigkeiten und Lebensweisen umgehen, lernen Kinder automatisch.

    Lehrerin mit Kindern
    Vorleben regt Kinder zum Imitieren an. - Depositphotos

    Und zwar lernen sie, dass das nicht «unnormal», sondern die Norm ist. Deshalb sind Offenheit und ein wertschätzender Umgang mit anderen umso wichtiger.

    Vielfältige Bücher und Medien

    Bücher und Medien sind mächtige Werkzeuge, um Kinder für Vielfalt zu sensibilisieren. Mittlerweile gibt es zahlreiche Geschichten, die eine breite Palette von Charakteren und Lebensrealitäten abbilden.

    Bücher, die Themen wie Behinderung, kulturelle Unterschiede, verschiedene Familienkonstellationen und Geschlechterrollen behandeln, vergegenwärtigen die Vielfalt der Welt. Und nicht nur das, es wird auch natürlich, sie so anzunehmen. Auch Filme und Serien, die inklusiv gestaltet sind, tragen dazu bei, dass Kinder unterschiedliche Lebensweisen als normal empfinden.

    Offene Gespräche führen

    Gespräche über Vielfalt und Inklusion sind essenziell. Wenn Kinder mit Fragen über Unterschiede kommen, sollten Eltern ein offenes Ohr haben. Das sind gute Gelegenheiten, um über Themen wie Rassismus, Behinderung oder Geschlechtergleichheit zu sprechen. Hier ist eine Sprache wichtig, die dem Alter und dem Verständnis des Kindes angemessen ist.

    Inklusive Erziehung und Schulen unterstützen

    Fördert eine Schule Inklusion aktiv, kann das einen grossen Einfluss auf die Entwicklung der Haltung bei Kindern haben. Es lohnt sich, Schulen zu unterstützen, die sich für eine inklusive Bildung einsetzen. Das kann sich äussern, in dem sie Programme anbieten, die Unterschiede feiern und die Zusammenarbeit aller Schüler fördern.

    Zwei Kinder spielen
    Auch Schulen und Kindergärten sind beim Thema Inklusion gefragt. - Depositphotos

    Engagement in Schulkomitees oder Elterngruppen, die sich für Diversität und Inklusion einsetzen, stärken eine entsprechende Kultur an Schulen.

    Ermutigung zur Selbstreflexion

    Gespräche, in denen Kinder ihre eigenen Erfahrungen und Gefühle in Bezug auf Vielfalt und Inklusion ausdrücken, regen zur Selbstreflexion an. Fragen wie «Wie würdest du dich fühlen, wenn ...» helfen Kindern, sich in die Lage anderer zu versetzen und Empathie zu entwickeln. Das kann in alltäglichen Situationen oder als Teil von speziellen Lernmomenten geschehen.

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    Kommentare

    User #4983 (nicht angemeldet)

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    User #4983 (nicht angemeldet)

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