Nachdem schon die Thomas Cook Group wegen der Corona-Krise pleite gegangen war, warnt die deutsche Reisebranche nun vor dem Aus für den Pauschal-Urlaub.
Thomas Cook Group
Das Heck eines Airbus A321 der Fluggesellschaft Condor mit dem Design der Thomas Cook Group. (Archivbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Versicherungen wollen keine Reiseveranstalter mehr gegen Pleite absichern.
  • Ohne Insolvenzversicherung dürfen aber keine Pauschalreisen mehr angeboten werden.
  • Ein entsprechendes Gesetz zur Änderung der Insolvenzabsicherung kommt vor den Bundestag.
  • Falls es nicht durchkommen sollte, sind Reisen auch nach Corona gefährdet.

Letztes Jahr musste der Reisekonzern Thomas Cook Group Insolvenz anmelden und alle Reisen absagen, auch wenn sie ganz bezahlt waren. Nach dem Zusammenbruch des Unternehmens und mit der anhaltenden Pandemie finden sich kaum noch Versicherungen, die Reiseveranstalter gegen Pleite abzusichern. Das berichtet die «B.Z.».

Aber ohne eine Insolvenzversicherung dürfen gar keine Pauschalreisen angeboten werden. «Reisen müssen zu 100 Prozent insolvenzabgesichert sein. Diese hundertprozentige Sicherheit gibt es sonst in keiner anderen Branche», sagt Dirk Inger, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Reiseverbandes (DRV) zur «Bild».

Nach dem Absturz der Thomas Cook Group sollte die Form der Insolvenzabsicherung geändert werden, um das Geld der Kunden abzusichern. Und zwar zu einer GmbH. Doch das Gesetz dazu ist immer noch nicht durch den Bundestag.

Diesen Mittwoch an der Expertenanhörung im Rechtsausschuss des Bundestages ist die letzte Gelegenheit, danach kann es nicht mehr verabschiedet werden. Als Folge davon würde laut der DRV das Angebot an Pauschalreisen sofort zusammenbrechen. Und das Reisen auch nach Ende der Pandemie fast unmöglich sein.

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