Moskau besteht auf Freigabe von Geld für «Friedensrat»
Russland will bei einer möglichen Teilnahme an dem von US-Präsident Donald Trump geplanten «Friedensrat» die vorgeschlagene eine Milliarde US-Dollar aus seinem in den USA eingefrorenen Vermögen beisteuern.

Washington müsse die blockierten Gelder freigeben, wenn sie für humanitäre Zwecke zum Wiederaufbau des Gazastreifens genutzt werden sollten, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge.
Im neu geschaffenen «Friedensrat» von US-Präsident Donald Trump können sich Staaten unbefristet einen Sitz sichern, wenn sie innerhalb eines Jahres eine Milliarde US-Dollar zum Etat beisteuern. Dies geht aus dem Entwurf der Charta hervor. Hauptpunkt der vielen Kritiker ist, dass der «Friedensrat» vollständig auf Trump als Person zugeschnitten ist, manche sprechen von einer unverhohlenen Kampfansage an die Vereinten Nationen.
Trump hatte behauptet, dass Putin einer Teilnahme am sogenannten Friedensrat bereits zugestimmt habe. Der Kremlchef hatte am Mittwochabend allerdings erklärt, dass die Frage weiter zur Prüfung beim Aussenministerium liege. Russland verliere die Hoffnung nicht, seine in den USA eingefrorenen Aktiva wiederzuerhalten und kämpfe weiter um sie, betonte Peskow.
Nach Darstellung Peskows will Putin in Moskau auch mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas bei einem Treffen über den sogenannten Friedensrat sprechen. Trump hatte Dutzende Länder zur Teilnahme eingeladen, einige stimmten zu, andere lehnten ab – oder haben noch nicht entschieden.
Putin empfängt am Abend auch den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner zu Gesprächen. Peskow sagte, dass die beiden nach 17.00, 18.00 Uhr MEZ in der russischen Hauptstadt erwartet würden.
Bei dem Treffen dürfte es ebenfalls um den «Friedensrat» gehen, aber in erster Linie um die Verhandlungen über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Während die US-Seite von einer womöglich nahen Einigung spricht, lehnte Peskow einen Kommentar zum Stand der Gespräche ab.
Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Washington versucht seit dem Amtsantritt von Trump vor einem Jahr, eine Friedenslösung zwischen den Nachbarstaaten zu vermitteln.










