Gericht

    Mecklenburg-Vorpommern: Gericht kippt Beherbergungsverbot

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Kräftiger Dämpfer für die Corona-Strategie von Manuela Schwesig: Das Oberverwaltungsgericht in Mecklenburg-Vorpommern kippt das Beherbergungsverbot der Regierung. Damit dürfen Urlaubsgäste aus Risikogebiete auch ohne Test und Quarantäne wieder an die Ostsee.

    Spaziergänger sind am Strand bei Graal-Müritz unterwegs. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa
    Spaziergänger sind am Strand bei Graal-Müritz unterwegs. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Für Touristen aus inländischen Corona-Risikogebieten, die in Mecklenburg-Vorpommern Übernachtungen gebucht haben, gelten keine Beschränkungen mehr.

    Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Greifswald gab am Dienstag den Eilanträgen von zwei Hotelbetrieben statt, die gegen die geforderten Corona-Negativtests geklagt hatten. Die Landesregierung habe keinen sachlichen Grund darlegen können, weshalb Beherbergungsgäste aus Risikogebieten anders zu behandeln seien als etwa Schüler, Studenten oder Berufspendler, teilte das Gericht zur Begründung mit. Die Vorschriften zu Einreise und Aufenthalt von Beherbergungsgästen seien daher teilweise ausser Vollzug gesetzt worden, der Beschluss des Gerichts sei unanfechtbar.

    Damit dürfen künftig auch Urlaubsgäste aus Risikogebieten ohne vorherigen Corona-Test anreisen und müssen auch nicht in Quarantäne. Zuvor war dies per Ausnahme nur Schülern, Studenten, Berufspendlern, Abgeordneten oder nahen Verwandten erlaubt.

    Mit der Entscheidung des Gerichtes sind auch die von der Landesregierung geplanten neuen Einreisebestimmungen für Mecklenburg-Vorpommern Makulatur, noch ehe sie rechtskräftig beschlossen werden konnten. Nach heftiger Kritik aus der Wirtschaft hatten sich Landesregierung und Tourismusbranche des Landes am Samstag darauf verständigt, dass für Touristen aus deutschen Risikogebieten von Mittwoch an ein aktueller negativer Corona-Test ausreichen sollte, um im Nordosten Urlaub zu machen.

    Die bislang zusätzlich geforderte Quarantäne von mindestens fünf Tagen und ein folgender zweiter Test sollten entfallen. Diese Regelung galt bislang nur in Mecklenburg-Vorpommern und war die bundesweit schärfste. Tagestouristen aus Risikogebieten sollen den Plänen zufolge Mecklenburg-Vorpommern weiterhin nicht besuchen dürfen. Und auch für Reisende aus ausländischen Risikogebieten bleiben die bisherigen Regeln in Kraft.

    Das Urteil ist ein Rückschlag für die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Sie hatte noch vor kurzem argumentiert, das Oberverwaltungsgericht habe bisher bei jeder Klage bestätigt, «dass wir als Hochtourismusland mit Millionen von Touristen gute Gründe haben zu sagen, wir müssen den Reiseverkehr unter Kontrolle haben».

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    weihnachten
    145 Interaktionen
    Kein Rindsfilet mehr
    sdf
    20 Interaktionen
    Sitzt auf Pfahl fest

    MEHR IN NEWS

    ex bnd chef
    4 Interaktionen
    August Hanning
    Niederbüren SG
    Niederbüren SG

    MEHR GERICHT

    2 Interaktionen
    Braunschweig
    5 Interaktionen
    Bülach
    5 Interaktionen
    Jerusalem
    5 Interaktionen
    Minneapolis

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Börsen Aktien Europa
    Aktienmärkte
    Deutschland Flagge
    5 Interaktionen
    Berlin
    Jessica Wahls No Angels
    4 Interaktionen
    Insolvenz
    Tobias Rausch
    216 Interaktionen
    In Sachsen-Anhalt