Gericht

    Gericht verurteilt Brian-Rivalen Skorp808 zu über vier Jahren Haft

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

    Zürich,

    Nach einer Gewalteskalation im Livestreams wurde Influencer Giorgio L. nun zu über vier Jahren Haft verurteilt. Er hatte Menschen mit einem Messer verfolgt.

    skorp808 verurteilt brian
    Nach einer Gewalteskalation wurde der Kontrahent von Brian verurteilt. - Instagram/@skorp808official

    Der Influencer Skorp808, bürgerlich Giorgio L., wurde am Bezirksgericht Zürich zu 4 Jahren und 8 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Die Anklage umfasste versuchte schwere Körperverletzung sowie weitere Delikte, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

    Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Skorp808 zwei Bekannte seines Kontrahenten Brian Keller mit einem Messer verfolgt hatte. Die Tat wurde live im Internet übertragen, so der «Landbote».

    Der Livestream zeigte demnach, wie Skorp808 mit einem rund 20 Zentimeter langen Messer durch Zürich-Albisrieden lief. Die Polizei nahm ihn noch am selben Tag fest, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

    Fehde eskaliert

    Der Konflikt zwischen Skorp808 und Brian Keller schwelt seit Monaten und verlagerte sich oft in soziale Medien. Brian Keller war zuvor wegen eines Angriffs auf Skorp808 zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt worden.

    verurteilt brian
    Auch Brian Keller wurde nach der Eskalation bereits verurteilt. (Archivbild) - Keystone

    Die Eskalation gipfelte im Angriff mit dem Messer, der nun zur Verurteilung von Skorp808 führte. Die Staatsanwaltschaft habe ursprünglich eine noch höhere Strafe gefordert, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt.

    Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung kündigte laut SRF bereits Berufung an.

    Skorp soll Genugtuung zahlen

    Das Bezirksgericht Zürich verzichtete auf eine Verwahrung des Verurteilten. Die Vorstrafen wirkten sich jedoch straferhöhend aus, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

    Verfolgst du die Fehde zwischen Brian Keller und Skorp808 verfolgt?

    Im Urteil wurde auch eine Genugtuung für die Opfer festgelegt. Die genaue Summe wurde nicht öffentlich genannt.

    Die Justizbehörden betonen, dass für den Verurteilten weiterhin die Unschuldsvermutung gilt, solange das Urteil nicht rechtskräftig ist. Die nächsten Verfahrensschritte werden mit Spannung erwartet.

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