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Lufthansa untersucht Fahrwerksdefekt nach Jet-Unfall

Maja Bojic
Maja Bojic

Deutschland,

Lufthansa steht nach einem Zwischenfall in Frankfurt im Fokus: Ein fehlender Verriegelungsstift könnte beim Einknicken des Bugfahrwerks eine Rolle gespielt habe

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Die Lufthansa sieht sich nach dem Zwischenfall in Frankfurt mit einer höheren Zahl an Verletzten konfrontiert. (Archivbild) - keystone

Anfang Juni sackte eine Boeing 787-9 von Lufthansa am Frankfurter Flughafen während Wartungsarbeiten plötzlich nach vorne ab. Ein Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) nennt nun einen fehlenden Verriegelungsstift als wichtigen Untersuchungsaspekt.

Laut dem «Spiegel» wurde der Sicherungsstift für das Bugfahrwerk nach dem Vorfall in einer Aufbewahrungskiste im vorderen Frachtraum gefunden. Die Ermittler betonen jedoch, dass die genaue Unfallursache weiterhin untersucht wird.

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Die Lufthansa-Maschine mit der Flugnummer LH450 stand am 4. Juni auf der Parkposition A15 vor Terminal 1. Der Dreamliner sollte später nach Los Angeles fliegen, Passagiere befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht an Bord.

Untersuchungen nach dem Einknicken des Bugfahrwerks

Nach Angaben der BFU befanden sich 13 Besatzungsmitglieder und 13 Mitarbeitende der Bodenabfertigung im Flugzeug. Zwei Techniker sassen im Cockpit und führten einen Test an der Steuerung der Hauptfahrwerkstüren durch.

Während des Tests wurde der Fahrwerkshebel auf die Position «UP» gestellt. Kurz danach klappte das Bugfahrwerk ein und die Boeing schlug mit dem Rumpf auf dem Boden auf.

Der «Bluewin» zufolge sieht das Wartungshandbuch von Boeing vor, dass die Verriegelungsstifte vor solchen Tests eingesetzt werden. Ob der fehlende Stift tatsächlich zum Einklappen des Fahrwerks führte, lässt die BFU ausdrücklich offen.

Lufthansa meldet deutlich mehr Verletzte nach Boeing-Zwischenfall

Der Zwischenbericht nennt zudem eine höhere Zahl an Verletzten als zunächst bekannt. Insgesamt wurden demnach 23 Menschen verletzt, darunter zwei schwer und 21 leicht.

Die Lufthansa hatte kurz nach dem Vorfall zunächst von fünf verletzten Personen gesprochen. Laut der «FNP» gehörten 22 der verletzten Menschen zur Besatzung oder zu Mitarbeitenden, die sich an Bord befanden.

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Die Lufthansa sieht sich nach dem Zwischenfall in Frankfurt mit einer höheren Zahl an Verletzten konfrontiert. (Archivbild) - keystone

Nach dem Zwischenfall untersuchten Fachleute der BFU die beschädigte Boeing ausführlich. Die Behörde führt die Ermittlungen weiter und will mit einem Abschlussbericht die genaue Ursache des Vorfalls klären.

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