Lufthansa nimmt Storno-Gebühren für einige Flex-Tarife zurück
Lufthansa rudert bei Flex-Langstreckentickets zurück und schafft Stornogebühren auf vielen Strecken wieder ab.

Die Lufthansa Group hat die erst vor wenigen Wochen eingeführten Stornierungsgebühren für flexible Langstreckentickets wieder weitgehend zurückgenommen. Für neu ausgestellte Tickets auf zahlreichen Interkontinentalverbindungen entfällt die Gebühr erneut, wie das «Handelsblatt» berichtet.
Die Massnahme war laut der «Airliners» Teil einer kurzfristigen Anpassung der Tarifstruktur im internationalen Langstreckenverkehr. Betroffen waren insbesondere Flex-Tarife, die im Konzern traditionell für hohe Umbuchungs- und Stornoflexibilität stehen.
Im Economy-Flex-Tarif waren zwischenzeitlich 400 Euro pro Stornierung fällig. In der Premium Economy lagen die Kosten bei 700 Euro, in der Business Class bei 1000 Euro.
Kurzfristige Einführung im Langstreckenverkehr
Die Einführung der Gebühren war laut dem «Handelsblatt» mit veränderten Buchungs- und Nachfrageentwicklungen im internationalen Luftverkehr begründet worden. Dabei verwies der Konzern auf ein dynamischeres Stornierungsverhalten in einem volatilen Marktumfeld.
Die Regelung galt für ausgewählte Interkontinentalverbindungen zwischen Europa und der Region Asien-Pazifik. Ebenfalls betroffen waren Strecken nach Südafrika, Mauritius und den Seychellen, schreibt die «Airliners».
Auch einzelne Verbindungen von Asien-Pazifik nach Brasilien wurden in das Gebührenmodell einbezogen. Ein grosser Teil des übrigen Langstreckennetzes blieb hingegen von der Massnahme unberührt.
Lufthansa: Rücknahme nach wenigen Wochen
Für Tickets, die ab dem 3. Juni ausgestellt werden, entfällt die Stornogebühr wieder weitgehend. Dies bestätigte die Lufthansa Group laut der «Heute» und vollzieht damit eine schnelle Kehrtwende.
Eine vollständige Rückkehr zur ursprünglichen Tarifstruktur erfolgt jedoch nicht in allen Klassen. In der First Class bleibt der «Airliners» zufolge eine reduzierte Gebühr bestehen.

Statt zuvor 1500 Euro werden dort künftig 800 Euro pro Stornierung fällig. Damit bleibt das oberste Tarifsegment von der vollständigen Rücknahme der Gebühren ausgenommen.
















