Börsen dürften kaum verändert starten
Börsen dürften am Freitag kaum verändert starten. Anleger blicken auf den Iran-Konflikt, Ölpreise und neue Signale aus dem KI-Sektor.

An Europas Börsen zeichnet sich zum Wochenschluss ein ruhiger Handelsauftakt ab. Der DAX könnte rund 30 Punkte unter seinem Schlussstand von 25'118 Punkten in den Handel starten, berichtet der «MarketScreener».
An den Devisen- und Anleihemärkten zeigen sich am Morgen kaum Veränderungen. Der Konflikt im Nahen Osten und die Entwicklungen im KI-Sektor bleiben wichtige Einflussfaktoren für die Märkte.
Trotz der jüngsten militärischen Spannungen zwischen den USA und Iran laufen weiterhin Gespräche über eine mögliche diplomatische Lösung. Der Ölpreis zeigt sich stabil, Brent notiert bei rund 76,50 Dollar je Barrel.
Börsen: KI-Sektor sorgt für Rückenwind
Positive Impulse kommen weiterhin aus dem Halbleiterbereich. Hohe Investitionspläne in die KI-Infrastruktur sorgen für Unterstützung an den Märkten.
Im Mittelpunkt steht Micron Technology. Der US-Speicherchiphersteller plant, seine Investitionen in die heimische Produktion bis 2035 auf rund 250 Milliarden Dollar auszubauen.
Auch die asiatischen Börsen profitierten von der starken Nachfrage nach Technologieaktien. Das «Handelsblatt» schreibt, dass insbesondere Halbleiterwerte in Japan und Südkorea deutlich zulegen konnten.
Chipwerte treiben Asien, Bayer gewinnt nach Milliardendeal
Der japanische Nikkei stieg zum Wochenschluss um 1,2 Prozent. Der südkoreanische Kospi gewann 2,5 Prozent, nachdem vor allem Chipwerte gefragt waren.
Am deutschen Aktienmarkt stehen mehrere Unternehmen im Mittelpunkt. Bayer legte laut dem «Manager Magazin» nach einem Milliardendeal mit der Beteiligungsgesellschaft Apollo zu.
Durch die Transaktion erhält Bayer zusätzliches Eigenkapital und verschafft sich finanziellen Spielraum. Die Aktie des Pharma- und Agrarchemiekonzerns konnte daraufhin zulegen.
VW kürzt Modelle, Salzgitter steigt nach Analystenhoch
Auch Volkswagen bleibt ein Thema für Investoren. Der Konzern will seine Modellpalette deutlich verkleinern und die Zahl der Ausstattungsvarianten reduzieren.
Die Aufsichtsratssitzung brachte jedoch keine grundlegenden neuen Details zur geplanten Umstrukturierung. Mögliche Folgen für Werke und Beschäftigung bleiben weiterhin im Blickpunkt.

Bei den Einzelwerten sorgte Salzgitter für Bewegung. Die Aktie legte deutlich zu, nachdem JPMorgan die Bewertung des Stahlkonzerns angehoben hatte, berichtet das «Manager Magazin».
Halbleiterwerte und Ölpreise prägen die Märkte
Infineon stand dagegen unter Druck. Der Halbleiterkonzern hatte höhere Preise für bestimmte Produkte angekündigt, während die Aktie zuletzt nachgab.
Auch Qiagen bleibt im Fokus der Anleger. Laut dem «MarketScreener» prüfen Finanzinvestoren wie EQT, Advent und KKR erneut mögliche Angebote für das Diagnostikunternehmen.
Die internationalen Börsen bleiben zudem von den Entwicklungen im KI-Sektor und der Lage im Nahen Osten geprägt. Die Ölpreise bewegen sich weiterhin zwischen 76 und 77 Dollar je Barrel.












