Lobbyorganisation schaltet Anzeigen gegen Grünen-Programm

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Deutschland,

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hat in grossen deutschen Tageszeitungen Anzeigen gegen die Grünen und Annalena Baerbock geschaltet, die es in sich haben. Nicht alle finden die Aktion angemessen.

Die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, bekommt gerade viel Gegenwind. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild
Die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, bekommt gerade viel Gegenwind. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Lobbyorganisation Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hat am Freitag in gedruckten Ausgaben und auf Websites deutscher Tageszeitungen Anzeigen gegen das Wahlprogramm der Grünen geschaltet.

Die Kampagne zeigt das Gesicht der Grünen-Vorsitzenden und designierten Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, das auf einen Körper im Moses-Gewand retuschiert ist, der zwei Steintafeln mit zehn Geboten hält. Je nach Anzeigen-Version ist das Bild versehen mit Slogans wie «Warum wir keine Staatsreligion brauchen» oder «Warum uns grüne Verbote nicht ins Gelobte Land führen».

Die INSM führt in der Anzeige Verbote auf, die die Grünen ihrer Ansicht nach mit ihrer Politik umsetzen wollen, etwa «Du darfst nicht fliegen» oder «Du darfst deine Arbeitsverhältnisse nicht frei aushandeln». Auf ihrer Website schreibt die Initiative, sie verstehe sich «als eine branchen- und parteiübergreifende Plattform und ist offen für alle, die sich der Sozialen Marktwirtschaft verbunden fühlen». Finanziert wird die INSM nach eigenen Angaben durch die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) distanzierte sich am Freitag umgehend: «Persönliche Herabsetzungen und eine misslingende Verwendung christlicher Symbolik sind kein angemessener Umgang im notwendigen Wettstreit um politische Inhalte.» Dies sei nicht der Stil der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. «Sozialpartnerschaft ist vom gegenseitigen Respekt getragen», teilte der Verband mit.

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