Haft

    Litauen: Mutmassliche Starlink-Saboteure in Deutschland in Haft

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Litauen,

    Zwei mutmassliche Saboteure, die einen Anschlag auf Anlagen für das Satelliteninternet Starlink in Litauen verübt haben sollen, befinden nach Angaben der litauischen Behörden in Deutschland in Haft.

    ARCHIV - Flaggen der NATO-Mitgliedsländer wehen im Wind vor dem Veranstaltungsort des NATO-Gipfels. Foto: Mindaugas Kulbis/AP/dpa/Archivbild
    ARCHIV - Flaggen der NATO-Mitgliedsländer wehen im Wind vor dem Veranstaltungsort des NATO-Gipfels. Foto: Mindaugas Kulbis/AP/dpa/Archivbild - Keystone/AP/Mindaugas Kulbis

    Die beiden etwa 20 Jahre alten Männer mit doppelter Staatsbürgerschaft werden verdächtigt, eine terroristische Vereinigung organisiert und betrieben zu haben, die ähnliche Straftaten in Bulgarien und Polen begangen haben soll. Dies teilte der Vize-Leiter der litauischen Kriminalpolizei, Saulius Briginas, einem Rundfunkbericht zufolge in Vilnius mit.

    Nach Angaben von Briganas besitzt einer der Verdächtigen die deutsche und türkische Staatsbürgerschaft, der andere die serbische und deutsche. Die beiden jungen Männer reisten demnach am Vorabend des Vorfalls nach Litauen und verliessen das Land unmittelbar nach der Tat. Sie sollen sich gegenwärtig in Deutschland aufgrund europäischer Haftbefehle in Haft befinden, die Bulgarien erlassen hat. Nach Angaben der Polizei sollen die Verdächtigen in Deutschland gelebt haben.

    Brandanschlag in Vilnius auf Starlink-Anlagen

    In Litauen war Mitte Oktober versucht worden, Anlagen für das Satellitennetzwerk Starlink auf einem Firmengelände in Brand zu setzen. Die Behörden des baltischen EU- und Nato-Landes vermuteten Russland dahinter. Die Verdächtigen hatten Brennflüssigkeiten und Molotowcocktails eingesetzt. Zu einem grösseren Brand kam es aber nicht.

    «Diese Personen haben keinerlei Verbindungen zu Litauen und kamen gezielt, um dieses Verbrechen zu begehen», sagte Briginas. Es sei keine spontane Tat gewesen. «Die Täter wussten genau, wohin sie gingen, was sie vorhatten und hatten sich im Voraus vorbereitet.»

    Zusammenhang mit Vorfällen in Polen und Bulgarien

    Briginas sagte weiter, die Verdächtigen stünden auch mit Brandanschlägen im Oktober auf Starlink-Anlagen in Polen und Bulgarien in Verbindung. In dem Zusammenhang seien auch weitere Personen in Polen festgenommen worden.

    Anlagen des Satellitendienstes Starlink waren zuletzt wiederholt zu Zielen von Saboteuren geworden. Das Satellitennetz ist ein strategisch wichtiger Bestandteil der ukrainischen Verteidigung im Krieg gegen Russland.

    In Polen war es im Oktober zu einem Feuer an einer Starlink-Bodenstation gekommen, hinter dem die Regierung in Warschau russische Geheimdienste vermutet. Auch in Bulgarien sollen Starlink-Antennen vorsätzlich in Brand gesetzt worden sein.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Moretti
    46 Interaktionen
    «Schmerz»
    plakat zürich
    3 Interaktionen
    «Ohlala»-Plakat

    MEHR IN POLITIK

    MEHR HAFT

    Blaulicht
    1 Interaktionen
    München/Nürnberg
    3 Interaktionen
    Berlin
    Jafar Panahi
    Jafar Panahi

    MEHR AUS LITAUEN

    cyber
    1 Interaktionen
    Bundeswehr-Inspekteur
    Gitanas Nauseda
    28 Interaktionen
    Zu Kriegsende
    litauen
    3 Interaktionen
    Vilnius
    litauen
    4 Interaktionen
    Vilnius