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    Lindt: Mitarbeiter zerstören in Deutschland offenbar eigene Produkte

    Keystone-SDA
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    Frankreich,

    Mitarbeiter von Lindt sollen in Deutschland eigene Schokolade in Läden zerstört haben. Das Unternehmen spricht von einem Einzelfall.

    Lindt & Sprüngli
    Lindt-Goldhasen stehen in einem Geschäft. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Lindt & Sprüngli wird absichtliche Produkt-Beschädigung vorgeworfen.
    • Der Grund für die Beschädigung seien unerwünschte Preissenkungen.
    • Der Konzern dementiert, es handle sich dabei um einen Einzelfall.

    Lindt Mitarbeiter sollen wohl absichtlich Produkte in deutschen Lebensmittelgeschäften zerstört haben. Dann müssten die Preise nicht heruntergesetzt werden. Der Konzern selbst spricht von einem Einzelfall.

    Mit Kartonmessern und Kugelschreibern sollen Produkte, welche bald das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) erreichen, beschädigt werden. So heisst es in einem Bericht von «T-Online» vom Donnerstag.

    Lindt & Sprüngli
    Im Preisstreit haben sich die Migros und Lindt & Sprüngli geeinigt. (Symbolbild) - dpa

    Diese Praxis komme immer wieder vor, heisst es im Artikel weiter. Zur Untermauerung der Vorwürfe publizierte das Medium mehrere Fotos von mutmasslich absichtlich zerstörten Schokoladeprodukten.

    Wollen Lindt Mitarbeiter reduzierte Preise verhindern?

    Dadurch kann die Schokolade nicht mehr weiterverkauft oder -verschenkt werden. Der Filialleiter einer Edeka-Filiale vermutet hinter dem Vorgehen Umsatzinteresse des Konzerns: Die Preise sollen nicht reduziert werden, weil die Kunden dann die Produkte nicht mehr zum Vollpreis kaufen würden.

    Gemäss einem Sprecher von Lindt & Sprüngli handelt es sich allerdings um einen Einzelfall. Man habe bereits eingehend mit dem Mitarbeiter, der für die Vorgänge verantwortlich sei, gesprochen. Die Kennzeichnung mit einem Kartonmesser, die im Artikel beschrieben ist, entspreche nicht der üblichen Vorgehensweise, die allen Mitarbeitenden bekannt sei.

    Lindt & Sprüngli Finanzen
    Osterschokolade von Lindt & Sprüngli. - keystone

    Normalerweise wird Ware, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums steht, regulär aus dem Handel genommen, wie der Sprecher erläutert. Den Detailhändlern werde die Ware vergütet und danach werde sie an die Lindt Factory Outlets verkauft. «Lediglich ein geringer Teil dieser Ware verbleibt beim Händler und wird durch unseren Vertrieb als verkaufsunfähig gekennzeichnet. Damit nicht irrtümlich Ware verkauft wird, die kurz vor dem Ablaufdatum liegt», so der Sprecher.

    Magst du Lindt-Schokolade?

    In solchen Fällen werde der Strichcode durchgestrichen und die Vorderseite mit einem wasserfesten Filzstift markiert. «Damit ermöglichen wir dem Handel das Weiterverschenken an wohltätige Organisationen oder an Mitarbeitende des Handelspartners», sagte er.

    In der Schweiz könnte ein solcher Fall übrigens nicht vorkommen. Anders als in Deutschland sind nämlich hierzulande nicht eigene Mitarbeitende von Lindt für die Waren in den Lebensmittelläden verantwortlich. Sondern die Detailhändler selbst.

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