«Kriminelle Aktion»: Jetzt brennt die Amalfiküste
Heftige Waldbrände wüten an der Amalfiküste. Lokale Politiker gehen von Brandstiftung aus.
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Das Wichtigste in Kürze
- An der Amalfiküste brennt es – trotz zuletzt kühler Temperaturen.
- Zahlreiche Strassen mussten gesperrt, einige Häuser vorsorglich evakuiert werden.
- Lokale Politiker vermuten Brandstiftung und sprechen von einer «kriminellen Aktion».
Die Amalfiküste brennt: In dem bei Touristen beliebten Gebiet in Süditalien wüten Waldbrände. Die Löscharbeiten sind im Gange. Die Behörden schrieben von einer «dramatischen Lage».
Am Mittwoch mussten zahlreiche Strassen gesperrt werden, einige Häuser wurden vorsorglich evakuiert.
Die Flammen konnten mittlerweile grösstenteils unter Kontrolle gebracht werden. Die starken Winde sorgen aber für ein hohes Risiko, dass die Brände wieder aufflammen.
Der Grund für die Brände ist noch unklar, sie kamen aber überraschend. An der Amalfiküste herrschten in den vergangenen Tagen grösstenteils kühlere Temperaturen. Es wird deshalb darüber spekuliert, dass es sich um Brandstiftung handelt.
Luca Mascolo, Bürgermeister der betroffenen Stadt Agerola, sagt gegenüber dem «Corriere della Sera»: «Das war eine kriminelle Aktion. Jemand hat dieses Feuer gelegt.»
Sollte sich der Brandstiftungs-Verdacht bestätigen, hätte diese Person Menschen, Häuser und ein ohnehin schon fragiles Gebiet in Gefahr gebracht. Der Berg an sich und damit die Sicherheit der gesamten Gemeinschaft würden gefährdet, so Mascolo.
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Auch andere Politiker der Region äussern sich ähnlich. Gabriella Guida, Bürgermeisterin von Positano, sagt: «Es spricht vieles dafür, dass es sich um einen vorsätzlich gelegten Brand handelt.» Da auch jahrhundertealte Bäume zerstört worden sind, befürchtet sie ein «gravierendes hydrogeologisches Ungleichgewicht».
Daniele Milano, Bürgermeister von Amalfi, ist sich sicher, dass «es sich nicht um ein natürliches Feuer» handelt. «Ich weiss nicht, wer hinter diesen Bränden steckt.»
Bislang gab es laut Milano keine Schäden an Wohnhäusern oder Personen. Dafür aber an Gärten, an landwirtschaftlichen Terrassen und an der Natur.
Und auch der Tourismus-Sektor leidet. Mitte September nähert sich die Saison an der Amalfi-Küste zwar dem Ende zu. Die Hotels sind in der Regel aber immer noch gut gefüllt. Wegen der Brände, des Rauches und der Unsicherheit fürchten die Hoteliers nun ausbleibende Gäste.















