«Kriminelle Aktion»: Jetzt brennt die Amalfiküste

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Italien,

    Heftige Waldbrände wüten an der Amalfiküste. Lokale Politiker gehen von Brandstiftung aus.

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    An der Amalfiküste toben heftige Brände. - Telegram

    Das Wichtigste in Kürze

    • An der Amalfiküste brennt es – trotz zuletzt kühler Temperaturen.
    • Zahlreiche Strassen mussten gesperrt, einige Häuser vorsorglich evakuiert werden.
    • Lokale Politiker vermuten Brandstiftung und sprechen von einer «kriminellen Aktion».

    Die Amalfiküste brennt: In dem bei Touristen beliebten Gebiet in Süditalien wüten Waldbrände. Die Löscharbeiten sind im Gange. Die Behörden schrieben von einer «dramatischen Lage».

    Am Mittwoch mussten zahlreiche Strassen gesperrt werden, einige Häuser wurden vorsorglich evakuiert.

    Die Flammen konnten mittlerweile grösstenteils unter Kontrolle gebracht werden. Die starken Winde sorgen aber für ein hohes Risiko, dass die Brände wieder aufflammen.

    Der Grund für die Brände ist noch unklar, sie kamen aber überraschend. An der Amalfiküste herrschten in den vergangenen Tagen grösstenteils kühlere Temperaturen. Es wird deshalb darüber spekuliert, dass es sich um Brandstiftung handelt.

    Luca Mascolo, Bürgermeister der betroffenen Stadt Agerola, sagt gegenüber dem «Corriere della Sera»: «Das war eine kriminelle Aktion. Jemand hat dieses Feuer gelegt.»

    Sollte sich der Brandstiftungs-Verdacht bestätigen, hätte diese Person Menschen, Häuser und ein ohnehin schon fragiles Gebiet in Gefahr gebracht. Der Berg an sich und damit die Sicherheit der gesamten Gemeinschaft würden gefährdet, so Mascolo.

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    Die Feuerwehr bekämpft die Brände an der Amalfiküste auch mit Löschhelikoptern und -flugzeugen. - x

    Auch andere Politiker der Region äussern sich ähnlich. Gabriella Guida, Bürgermeisterin von Positano, sagt: «Es spricht vieles dafür, dass es sich um einen vorsätzlich gelegten Brand handelt.» Da auch jahrhundertealte Bäume zerstört worden sind, befürchtet sie ein «gravierendes hydrogeologisches Ungleichgewicht».

    Daniele Milano, Bürgermeister von Amalfi, ist sich sicher, dass «es sich nicht um ein natürliches Feuer» handelt. «Ich weiss nicht, wer hinter diesen Bränden steckt.»

    Warst du schon einmal an der Amalfiküste?

    Bislang gab es laut Milano keine Schäden an Wohnhäusern oder Personen. Dafür aber an Gärten, an landwirtschaftlichen Terrassen und an der Natur.

    Und auch der Tourismus-Sektor leidet. Mitte September nähert sich die Saison an der Amalfi-Küste zwar dem Ende zu. Die Hotels sind in der Regel aber immer noch gut gefüllt. Wegen der Brände, des Rauches und der Unsicherheit fürchten die Hoteliers nun ausbleibende Gäste.

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    Kommentare

    User #3511 (nicht angemeldet)

    Überal unterirdische Lavaströme, war nicht in nähe ein Vulkan ausbruch--- Mutmassungen sollten Politisch verboten werden, solch eine Politik dient niemandem---

    User #5665 (nicht angemeldet)

    Hatte wohl einer keinen Bock mehr, seinen steilen Weinberg zu bearbeiten.

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