Kriminalität in Städten durch Lockdowns weltweit gesunken

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    Deutschland,

    Die Ausgangsbeschränkungen und Sperrstunden während der Corona-Pandemie haben zu weniger städtischer Kriminalität geführt. Das geht aus einer weltweitden Studie hervor.

    Passanten am Abend in Hannover. Bei der Studie wurde die niedersächsische Landeshauptstadt als einzige deutsche Stadt untersucht. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
    Passanten am Abend in Hannover. Bei der Studie wurde die niedersächsische Landeshauptstadt als einzige deutsche Stadt untersucht. Foto: Julian Stratenschulte/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Kriminalität in Städten ist durch die Corona-Beschränkungen einer aktuellen Studie zufolge weltweit gesunken.

    «Keine Betrunkenen, die sich nach dem Pub oder der Bar in den Strassen verstreuen. Keine Tage, die in Geschäften, Cafés, an Rennstrecken oder bei Fussballspielen verbracht werden», erklärt Gewaltforscher Manuel Eisner von der Universität Cambridge laut einer Mitteilung. «Manche Städte hatten sogar Sperrstunden. Es wurden die Möglichkeiten erstickt, die städtische Kriminalität fördern.»

    Ein von Wissenschaftlern der Universitäten Cambridge und Utrecht geleitetes Forscherteam hat in 27 Städten weltweit - darunter Barcelona, Chicago, Sao Paolo und Tel Aviv - untersucht, wie sich die Zahl der Straftaten vor und während der Corona-Beschränkungen entwickelt haben. Erste Ergebnisse wurden nun online veröffentlicht.

    Als deutsche Stadt wurde Hannover mit untersucht. Die Kriminalität ging dort etwas weniger stark zurück als im internationalen Durchschnitt.

    Die tägliche Zahl von Angriffen ging im Schnitt aller Städte um 35 Prozent zurück, Taschendiebstähle sogar fast um die Hälfte. Bei Morden fiel der Rückgang mit durchschnittlich 14 Prozent weniger stark aus. «In vielen Gesellschaften wird ein signifikanter Teil der Morde zu Hause begangen. Die städtischen Bewegungseinschränkungen hatten daher nur wenig Auswirkungen auf häusliche Morde», erklärte Forscherin Amy Nivette von der Uni Utrecht.

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