EU

Kommt «Made in Europe»? EU stellt Vorschlag erst später vor

Keystone-SDA
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Belgien,

Die EU-Kommission wird ihren Vorschlag zur Stärkung der europäischen Industrie später vorstellen als angekündigt.

Von der Leyen
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte einen Vorschlag an, der europäische Produkte in strategischen Sektoren bei öffentlichen Investitionen bevorzugen soll. - keystone

Nach den Gesprächen der letzten Tage sei die Präsentation des Industrie-Beschleunigungsgesetzes (Industrial Accelerator Acts, IAA) nun für den 4. März geplant, hiess es aus dem Kabinett von EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné. «Wir hoffen, dass diese zusätzliche Woche interner Diskussionen dazu beitragen wird, den Vorschlag noch solider zu machen.»

Für das neu geplante Gesetz kann die EU-Kommission einen Vorschlag vorlegen. Das Europäische Parlament und die europäischen Staats- und Regierungschefs beraten dann darüber und können Änderungen durchsetzen. Ohne ihre Zustimmung kann der Vorschlag nicht Recht werden. Ziel ist es, die angeschlagene Wirtschaft in der Europäischen Union wettbewerbsfähiger zu machen. Zuletzt war die Vorstellung für diese Woche vorgesehen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte an, dass der Vorschlag der Kommission unter anderem eine europäische Bevorzugung für strategische Sektoren enthalten werde. Konkrete Sektoren und eine genaue Ausgestaltung nannte sie nicht. Um den sogenannten Made-in-Europe- beziehungsweise Buy-European-Ansatz, mit dem bei öffentlichen Investitionen europäische Produkte bevorzugt werden könnten, gibt es Diskussionen.

So bewertete der deutsche Kanzler Friedrich Merz weitreichende Vorschläge Frankreichs für ein verpflichtendes «Made in Europe»-Prinzip kritisch, mit dem europäische Anbieter bei öffentlichen Investitionen bevorzugt würden. Derartige Vorgaben sollten nur für kritische, strategisch wichtige Sektoren und auch nur als letztes Mittel eingesetzt werden.

In Deutschland – Europas grösster Volkswirtschaft – stimmten in einer repräsentativen Erhebung im Auftrag der Gewerkschaft IG Metall zuletzt 70 Prozent der Befragten der Aussage zu: «Unternehmen, die Produkte auf dem europäischen Markt verkaufen, sollten gesetzlich verpflichtet werden, einen Teil ihrer Produktion auch in der EU anzusiedeln.»

Kommentare

edelweisz

Falsch ist, dass CH generell keine Aufträge mehr aus der EU erhalten darf – das würde gegen WTO-Regeln und bilateralen Verträge verstossen. Richtig ist, dass FR versucht, die Vergaberegeln so zu ändern, dass europäischer Mehrwert – die EU-Produktion stärker berücksichtigt wird. Der Vorstoss dienst als politisches Druckmittel uns endlich dazu bewegen, das Rahmenabkommen 2.0 anzunehmen. Ansonsten haben wir tatsächlich Nachsehen in Bereichen der Rüstungs- und Sicherheitsindustrie, Medizintechnik und Pharma, Forschung, Schienenverkehr und Infrastruktur.

User #1162 (nicht angemeldet)

Ihnen ist wohl aufgefallen, dass sie gar keinen Mehrwert bieten. Soll der Vermieter etwas made in europa oder die verwaltung, damit man weiss das sie extra ineffizient arbeiten und viel Sozialabgaben haben?

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