Kinder ausgesetzt: Mami und Stiefvater sitzen in U-Haft
Ein Paar soll seine zwei kleinen Söhne bei 30 Grad mitten in Portugal ausgesetzt haben. Nun sitzen sie in U-Haft – und weitere brisante Details wurden bekannt.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Paar setzte seine kleinen Kinder mitten in Portugal aus – nun wurde es festgenommen.
- Bei der Vorführung wurde es bizarr: Das Mami sang, der Stiefvater rief Liebeserklärungen.
- Seit Samstag sitzen die beiden nun in U-Haft.
Ein französisches Paar steht in Portugal unter schwerem Verdacht. Die beiden sollen ihre zwei kleinen Söhne in der Nähe eines Waldgebietes in Portugal ausgesetzt haben.
Nun wurden die Mutter und der Stiefvater festgenommen und mussten sich dem Haftrichter im portugiesischen Setúbal stellen.
Das Paar aus Frankreich verbrachte am Freitag mehrere Stunden mit dem Richter – nun fiel der Entscheid.
Wie «Le Parisien» am Samstagnachmittag berichtet, sitzen die beiden nun in Untersuchungshaft. Der Richter rechtfertigte den Entscheid mit den Tatvorwürfen «schwerer Körperverletzung, Gefährdung und Aussetzung».
Kinder überlebten bei grosser Hitze
Die beiden Buben sind gerade mal drei und fünf Jahre alt.
Rund 60 Kilometer südöstlich von Lissabon entdeckte sie die portugiesische Polizei «GNR» – weinend. Dabei hatten sie nur wenig Wasser und Essen – und das bei Temperaturen von rund 30 Grad.
Weiterer Sohn bleibt in Frankreich zurück
Wie die «Bild» berichtet, sollen sie die Kinder nicht nur ausgesetzt, sondern auch entführt haben.
Sie hätten die Jungen eigenmächtig nach Portugal gebracht.
Zusätzlich soll das Mami einen weiteren Sohn im Alter von 16 Jahren in Frankreich zurückgelassen haben.
Stiefvater verlor bereits früher das Sorgerecht
Weitere Details kamen ans Licht: Die Mutter kommt aus Colmar im Elsass in Frankreich. Der Stiefvater stammt aus einer Stadt nahe der spanischen Grenze. Laut der «Bild» arbeitete er früher als Polizist in Südfrankreich.
Dort fiel er nicht immer positiv auf – und verlor seinen Job. Noch einschneidender war jedoch ein anderer Verlust: Dem Mann wurde auch das Sorgerecht für seine leibliche Tochter entzogen.
Ein schriftliches Dokument, das der «Bild» vorliegt, gibt Einblick in die Hintergründe. Darin wird festgehalten, dass der Stiefvater eine «erhebliche psychische Belastungssituation im familiären Umfeld» verursache.
Das zuständige Gericht beurteilte den Mann schliesslich als mögliche Gefahr für seine Tochter.
Damit nicht genug: Bereits im Jahr 2010 wurde er verurteilt. Wegen Belästigung und Gewalt gegen die Mutter seiner Tochter.
Mami sang in Handschellen
Zuvor wurde es auf dem Weg zum Haftrichter bizarr: Das 41-jährige Mami soll laut der deutschen «Bild» auf dem Weg zum Haftrichter in Handschellen lauthals gesungen haben.
Währenddessen rief der Stiefvater Liebesbekundungen, unter anderem «Je vous aime» – wen er denn liebt, blieb unklar.



















