Ebola

Drei Rotkreuz-Helfer unter ersten Ebola-Opfern im Kongo

Keystone-SDA
Keystone-SDA, Stephan Felder

Genève,

Zu den ersten Todesopfern des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo gehören drei freiwillige Rotkreuz-Helfer. Das berichtet die Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) in Genf.

Kongo
Im Kongo ist Anfang Mai das Ebola-Virus ausgebrochen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Unter den Ebola-Opfern im Kongo befinden sich drei freiwillige Helfer des Roten Kreuzes.
  • Die Infektion der Opfer erfolgte wohl schon Ende März.
  • Die ersten Ebola-Fälle waren erst am 15. Mai im Labor bestätigt worden.

Man gehe davon aus, dass die drei sich schon am 27. März infiziert hätten, als sie sich um Leichen kümmerten, teilte die Föderation mit.

«Sie gehören zu den ersten bekannten Opfern des Ausbruchs.» Sie seien in einer anderen humanitären Angelegenheit im Einsatz gewesen, bevor bekannt war, dass das Ebolavirus grassiert. Sie starben den Angaben zufolge am 5., 15. und 16. Mai.

Die ersten Ebola-Fälle waren erst am 15. Mai im Labor bestätigt worden. Experten gehen davon aus, dass der Ausbruch zuvor über Wochen unentdeckt blieb.

Abklärungen erfolgten erst Mitte Mai

Häufungen von ungeklärten Todesfällen wurden bereits vorher untersucht.Beim Ausbruch handelt es sich um den seltenen Bundibugyo-Typ des Ebolavirus. Daher wurde der Erreger mit herkömmlichen Tests zunächst nicht bestätigt.

Am 17. Mai erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite (PHEIC). Sie betrachtet das Risiko einer Ansteckung im Kongo als sehr hoch, in der Region als hoch, weltweit aber als gering.

Ebola überträgt sich anders als etwa das Coronavirus nicht durch Tröpfchen in der Luft. Sondern nur durch engen Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten.

Auch Leichen können noch Tage nach dem Tod eine hohe Virenlast aufweisen.

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