Das Urteil vom Kölner Amtsgericht zum Tod von Karl-Erivan Haub (†61) ist rechtskräftig. Der ehemalige Tengelmann-Chef gilt nun offiziell als tot.
Karl-Erivan Haub
Gedenken an den in den Alpen verschollenen Karl-Erivan Haub. (Archivbild). - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Kölner Amtsgericht hat Karl-Erivan Haub offiziell für tot erklärt.
  • Haub verstarb wohl bei einer Skitour in der Schweiz.

Der frühere Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub gilt offiziell als tot. Der Deutsche war einer der Reichsten im Land. Er kehrte nicht mehr von einer Skitour in der Schweiz zurück.

Mehr als drei Jahre nach seinem Verschwinden in den Schweizer Alpen gilt Haub als tot. Der Beschluss des Amtsgerichts Köln, ist seit Dienstag rechtskräftig. Gegen die Entscheidung sei innerhalb der vom Verschollenheitsgesetz vorgegeben Frist keine Beschwerde eingelegt worden. Dies teilte das Amtsgericht mit.

Karl-Erivan Haub, einer der reichsten Deutschen, war im April 2018 in Zermatt allein zu einer Skitour aufgebrochen und nicht zurückgekehrt. Die Familie geht davon aus, dass der damals 58-Jährige am Klein Matterhorn tödlich verunglückte. Aus dem Familienkreis war im Oktober vergangenen Jahres der Antrag gestellt worden, den Firmenbesitzer für tot zu erklären.

Tengelmann Ex-Chef
Karl-Erivan Haub wird seit dem 7. April 2018 vermisst. - Nau

Zweifel am Tod von Karl-Erivan Haub

Das Kölner Amtsgericht hatte Haub im Mai für tot erklärt. In den vergangenen Monaten hatte es Medienberichte über Zweifel am Tod des erfahrenen Skiläufers gegeben. Das Gericht hält sie aber nicht für belegbar. Solche Vermutungen fussten auf «Vermutungen und nicht prüfbaren Unterlagen», hatte es festgestellt.

Nach dem Verschwinden von Karl-Erivan Haub hatte dessen Bruder Christian die alleinige Geschäftsführung in dem milliardenschweren Handelskonzern übernommen. Bislang gehörte der Familienkonzern jeweils zu gut einem Drittel Karl-Erivan Haub und dem gegenwärtigen Chef Christian Haub. Die restlichen Anteile besitzt der dritte Bruder Georg Haub.

Die Erben des Deutschen hatten sich im April bereit erklärt, ihre Anteile an Christian Haub zu verkaufen. Vor dem Verkaufs-Entscheid gab es einen Familienstreit.

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