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    Kalbitz scheitert mit Eilantrag gegen Rauswurf aus der AfD

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    Deutschland,

    Das Landgericht Berlin hat den Antrag von Andreas Kalbitz gegen seinen Rauswurf aus der rechtspopulistischen deutschen Partei abgelehnt.

    Rechtsanwalt Andreas Schoemaker (l), Vertreter des ehemaligen AfD-Fraktionsvorsitzenden Kalbitz, Alexander Wolf (r), AfD-Bundesvorstand, und der Rechtsanwalt der Partei, Joachim Steinhöfel (2.v.r) stehen vor dem Richter am Landgericht zu Beginn der Verhandlung. Foto: Kay Nietfeld/dpa
    Rechtsanwalt Andreas Schoemaker (l), Vertreter des ehemaligen AfD-Fraktionsvorsitzenden Kalbitz, Alexander Wolf (r), AfD-Bundesvorstand, und der Rechtsanwalt der Partei, Joachim Steinhöfel (2.v.r) stehen vor dem Richter am Landgericht zu Beginn der Verhandlung. Foto: Kay Nietfeld/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Andreas Kalbitz Antrag gegen seinen Rauswurf wurde abgelehnt.
    • Damit hat die Annullierung der Parteimitgliedschaft durch die AfD Bestand.

    Das Landgericht Berlin hat den Antrag des Brandenburger AfD-Landtagsabgeordneten Andreas Kalbitz gegen seinen Rauswurf aus der rechtspopulistischen deutschen Partei abgelehnt.

    Damit hat die Annullierung der Parteimitgliedschaft des 47-Jährigen durch das AfD-Bundesschiedsgericht Bestand. Zumindest so lange, bis im Hauptsacheverfahren eine Entscheidung fällt.

    In einem ersten Verfahren hatten die Richter im Juni einem Eilantrag von Kalbitz gegen seinen Rauswurf aus der Partei durch den Bundesvorstand noch stattgegeben. Die Richter hatten damals erklärt, dass die Annullierung der Parteimitgliedschaft durch den Bundesvorstand unzulässig sei. Vielmehr sei das Parteischiedsgericht für eine Beendigung der Mitgliedschaft zuständig. Nachdem das Bundesschiedsgericht den Spruch des Bundesvorstands Ende Juli bestätigt hatte, war Kalbitz erneut vor Gericht gezogen.

    AfD-Bundesvorstand erklärte Mitgliedschaft für nichtig

    Der AfD-Bundesvorstand hatte die Mitgliedschaft von Kalbitz im Mai mit knapper Mehrheit für nichtig erklärt. Als Grund für den Beschluss gab der Vorstand an, dass Kalbitz bei seinem Eintritt in die Partei 2013 eine frühere Mitgliedschaft in der inzwischen verbotenen rechtsextremen «Heimattreuen Deutschen Jugend» (HDJ) und bei den Republikanern zwischen Ende 1993 und Anfang 1994 nicht angegeben habe. Neben Thüringens Landeschef Björn Höcke gilt Kalbitz als wichtigster Vertreter der rechtsnationalen Strömung in der Partei.

    Kalbitz
    Kalbitz hatte am Dienstag seinen Rückzug vom Fraktionsvorsitz im Landtag erklärt. - dpa

    Kalbitz hatte am Dienstag seinen Rückzug vom Fraktionsvorsitz im Landtag erklärt, den er eigentlich nur bis zur Entscheidung des Gerichts ruhen lassen wollte. Hintergrund ist der Krankenhausaufenthalt des Parlamentarischen Geschäftsführers Hohloch. Der junge Politiker war vergangene Woche nach eigenen Angaben mit einem Milzriss in die Klinik gekommen. Zuvor hatte ihn Kalbitz nach Angaben aus der Partei im Landtag unbeabsichtigt heftig berührt. Kalbitz selbst sprach von einem «Missgeschick».

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