Fake News

    Journalisten und Verlage fordern Strafen für soziale Netze

    Keystone-SDA
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    Belgien,

    Zahlreiche Journalisten und Verlage fordern strengere Regeln bei Fake News um das Coronavirus in den sozialen Netzwerken.

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    Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. sollen mit Regulierungen an die kürzere Leine genommen werden. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/AP/Richard Drew

    Das Wichtigste in Kürze

    • Journalisten und Verlage fordern ein schärferes Vorgehen gegen soziale Netzwerke.
    • Der Grund dafür sind Fake News um das Coronavirus.

    Im Kampf gegen Fake News um das Coronavirus haben zahlreiche Journalisten, Verlage und Wissenschaftler ein schärferes Vorgehen gegen soziale Netzwerke gefordert. Man sei wegen des Anstiegs an Online-Desinformationen während der Coronavirus-Pandemie besorgt. Dies teilte das Gremium, das wie mehrere soziale Netzwerke Teil des Verhaltenskodexes des EU-Kommission gegen Desinformationen ist, am Montag mit.

    Es brauche viel strengerer Regeln, an welche sich die Netzwerke halten müssten, hiess es. Die EU-Kommission hatte soziale Medien wie Facebook und Twitter vergangene Woche aufgerufen, monatlich über ihren Kampf gegen Desinformationen in der Coronavirus-Krise zu berichten. Zudem sollten sie enger mit unabhängigen Faktenprüfern zusammenarbeiten.

    Verhaltenskodex gegen Desinformation von 2018

    Bereits 2018 hatten mehrere Online-Riesen freiwillig den Verhaltenskodex gegen Desinformationen unterschrieben. Sie haben zugesagt, stärker dagegen vorzugehen. Auch das Gremium aus Journalisten, Verlagen und Wissenschaftler ist als sogenanntes Resonanzboard Teil des Kodex'.

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    Das Logo der Facebook-App. - dpa-infocom GmbH

    Man begrüsse, dass die EU-Kommission den Stellenwert freier und unabhängiger Medien, von Journalisten und Wissenschaftlern im Kampf gegen Online-Desinformationen hervorgehoben habe, teilte das Resonanzboard nun mit. Um Quellen und Treiber von Online-Fake-News anzugehen, sei der Verhaltenskodex jedoch unzulänglich. Dies erfordere mehr als nur Berichtspflichten. Europa sei bei zentralen Fragen zu sehr vom guten Willen systemrelevanter Player abhängig.

    Mehr Transparent und Zugang zu Datensets

    Konkret fordert das Gremium, dem unter anderem die Europäische Journalisten-Föderation und der Europäische Verlegerrat (European Publishers Council) angehören, dass bedeutsame Sanktionen im Rahmen des Verhaltenskodex' eingeführt werden sollten. Nur so hätten die anderen Unterzeichner auch einen Anreiz zu handeln. Zudem müsse es mehr Transparenz und Zugang zu Datensets geben.

    Die EU-Kommission will noch in diesem Jahr ihren Vorschlag für ein Gesetz für digitale Dienste vorlegen. Dies ist ein Kernanliegen der Behörde und soll gemeinsame Spielregeln für die Anbieter im Internet festlegen.

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