George Floyd

    Johnson verurteilt tödlichen Polizeieinsatz gegen George Floyd als «unverzeihlich»

    AFP
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    Grossbritannien,

    Grossbritanniens Premierminister Boris Johnson hat den tödlichen Polizeieinsatz gegen den Afroamerikaner George Floyd in den USA scharf verurteilt.

    Protest gegen Rassismus im Londoner Hyde Park
    Protest gegen Rassismus im Londoner Hyde Park - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Britischer Premier äussert Verständnis für Proteste in den USA.

    «Was in den Vereinigten Staaten passiert ist, war entsetzlich und unverzeihlich», sagte Johnson am Mittwoch im Parlament. Seine Botschaft an US-Präsident Donald Trump sei, dass «rassistische Gewalt keinen Platz in unserer Gesellschaft» haben dürfe, sagte Johnson später vor Journalisten.

    Vor den Abgeordneten äusserte Johnson Verständnis für die Proteste in den USA. Zugleich forderte er die Demonstranten auf, sich «gesetzeskonform und vernünftig» zu verhalten. Auf Nachfragen, ob er mit US-Präsident Donald Trump über den Fall gesprochen habe, ging Johnson nicht ein.

    Johnson und Trump wird ein gutes Verhältnis nachgesagt. Derzeit befinden sich die USA und Grossbritannien in Verhandlungen über ihre Handelsbeziehungen nach dem Brexit.

    In einer Pressekonferenz fügte Johnson später hinzu, er sei «angeekelt und entsetzt» angesichts des Todes von Floyd. Seine Botschaft an Trump «und jeden in den Vereinigten Staaten» sei, dass «Rassismus und rassistische Gewalt keinen Platz in unserer Gesellschaft haben», sagte der konservative Premierminister. Er sei sich sicher, dass die «überwältigende Mehrheit der Menschen in der Welt» diese Sichtweise teile.

    Es waren die ersten öffentlichen Äusserungen Johnsons zum Tod des 46-jährigen Floyd, der am Montag vergangener Woche bei einem brutalen Polizeieinsatz getötet worden war. Floyds Tod löste eine Welle von Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA aus.

    Auch in London gingen am Mittwoch erneut hunderte Menschen auf die Strasse, um auf die Polizeigewalt in den USA aufmerksam zu machen. Demonstranten im Hyde Park hielten Schilder mit Aufschriften wie «Genug ist Genug» und «Gerechtigkeit für George Floyd» in die Höhe. Auch der aus der «Star-Wars»-Reihe bekannte Schauspieler John Boyega beteiligte sich an der Protestaktion. In einer emotionalen Rede rief er dazu auf, friedlich zu demonstrieren. «Wir können alle dazu beitragen, diese Welt besser zu machen», sagte Boyega.

    Bereits am Wochenende hatte es in mehreren britischen Städten Demonstrationen gegen Rassismus gegeben.

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