Schweizer Technologie: Junge Ingenieure – Lohn allein reicht nicht
Die Salärstudie von Swiss Engineering zeigt, wie gut junge Ingenieur:innen auf den Beruf vorbereitet sind und was sie von Arbeitgebern erwarten.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Salärstudie 2026/27 von Swiss Engineering untersucht Löhne und Nachwuchsförderung.
- Junge Fachkräfte punkten bei digitalen Kompetenzen, haben aber oft wenig Praxiserfahrung.
- Der Lohn von Ingenieur:innen und Architekt:innen ist auf 126’666 Franken gestiegen.
Junge Ingenieur:innen bringen viel Fachwissen und gute digitale Kompetenzen mit. Beim Einstieg ins Berufsleben fehlt es ihnen jedoch teilweise an Praxiserfahrung. Auf der anderen Seite müssen sich auch die Unternehmen anstrengen: Nur die Hälfte der Befragten hält die eigene Branche für attraktiv für junge Fachkräfte.
Das zeigt die Salärstudie 2026/27 von Swiss Engineering. Die jährlich erscheinende Studie untersucht in ihrem diesjährigen Spezialteil die Nachwuchsförderung und schafft Transparenz über die Löhne von Ingenieur:innen und Architekt:innen in der Schweiz.
Gute Ausbildung, aber wenig Praxiserfahrung
Die Befragten stellen dem Schweizer Bildungssystem ein gutes Zeugnis aus. 70 Prozent beurteilen die bestehenden Bildungswege als eher gut oder sehr gut. Besonders positiv werden die digitalen Kompetenzen der Berufseinsteiger:innen bewertet: 74 Prozent schätzen diese als eher oder sehr gut ein.
Auch Fachwissen und Teamfähigkeit erhalten gute Noten. Schwächen sehen die Befragten dagegen bei der Praxiserfahrung und der Kundenorientierung. Entsprechend wird in der Studie häufig ein stärkerer Praxisbezug in der Ausbildung gefordert.
Nur die Hälfte der Befragten hält die eigene Branche für attraktiv für junge Fachkräfte. Besonders gut schneiden Informatik sowie Chemie und Pharma ab. Kritischer werden der Bau sowie die Maschinen- und Metallindustrie beurteilt.
Als Hindernisse bei der Nachwuchsgewinnung nennen jeweils 41 Prozent der Befragten die Arbeitsbelastung und das Lohnniveau. Daneben sind flexible Arbeitszeiten und Homeoffice gefragt.
Ingenieurlöhne steigen auf 126’666 Franken
Nach einem leichten Rückgang im vergangenen Jahr sind die Löhne 2026 wieder gestiegen. Auf ein Vollzeitpensum hochgerechnet beträgt der mittlere Lohn 126’666 Franken. Im Vorjahr waren es 122’000 Franken.
Dabei gibt es erhebliche Unterschiede. In der öffentlichen Verwaltung liegt der mittlere Lohn bei 145’000 Franken, in der Informatik bei 135’000 und in Chemie und Pharma bei 132’000 Franken.
Im Bau sowie in der Maschinen- und Metallindustrie sind es jeweils 120’000 Franken. Berufseinsteiger:innen kommen über alle Branchen und Fachrichtungen hinweg auf einen mittleren Lohn von 90’000 Franken.
Mitglieder von Swiss Engineering erhalten die Studie kostenlos. Nichtmitglieder können sie für 150 Franken unter [email protected] bestellen.













