In Grossbritannien gibt es durch die Omikron-Variante weitere Höchststände bei den Corona-Fallzahlen. Laut den Behörden ist in der Hauptstadt derzeit zehn Prozent der Bevölkerung infiziert.
In London fallen bereits Züge aus, weil der Krankenstand durch Omikron so hoch ist. Foto: Ian West/PA Wire/dpa
In London fallen bereits Züge aus, weil der Krankenstand durch Omikron so hoch ist. Foto: Ian West/PA Wire/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zahl der Corona-Infektionen in Grossbritannien hat durch die besonders ansteckende Omikron-Variante des Virus einen weiteren Höchststand erreicht.

Wie die Statistikbehörde ONS (Office for National Statistics) am Mittwoch mitteilte, waren Schätzungen zufolge in der letzten Woche des alten Jahres rund 3,7 Millionen Menschen infiziert - so viele wie noch nie. In der Hauptstadt London hatte in dieser Woche sogar jeder Zehnte das Virus.

Die Omikron-Welle hat Grossbritannien derzeit noch immer fest im Griff - auch wenn Experten Anzeichen für eine Abflachung in London erkennen. Am Dienstag wurden in Grossbritannien mehr als 218.000 Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner - wird mit knapp 1600 angegeben (Stand 30. Dezember).

Das britische Gesundheitssystem gerät wegen der hohen Zahl an krankheitsbedingten Ausfällen beim Personal immer mehr unter Druck. Viele Krankenhausträger riefen den Katastrophenfall aus. Strengere Einschränkungen lehnt die Regierung bislang aber unter Verweis auf die verhältnismässig geringe Zahl der Krankenhauseinweisungen und Todesfälle ab. Am Dienstag wurden 48 Todesfälle gemeldet. Grossbritannien hat etwa 67 Millionen Einwohner.

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