Etwa die Hälfte der Iren ist zweifach geimpft. Jetzt wird der Weg für Teenager frei gemacht. Ohne Zustimmung der Eltern geht es aber nicht.
Rund 250.000 irische Jugendliche können bereits von der kommenden Woche an geimpft werden. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Rund 250.000 irische Jugendliche können bereits von der kommenden Woche an geimpft werden. Foto: Sebastian Gollnow/dpa - dpa-infocom GmbH
Ad

Das Wichtigste in Kürze

  • In Irland dürfen bald 12- bis 15-Jährige eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten.

Diesen Vorschlag unterbreitete die nationale Impfkommission der Regierung des EU-Staates.

Der Nutzen der Impfung könne nun auf die jüngere Altersgruppe ausgeweitet werden, sagte Aussenminister Simon Coveney dem Sender RTÉ. Erwartet wird, dass damit etwa 250.000 Jugendliche bereits von der kommenden Woche an geimpft werden können.

Sie sollen einen mRNA-Impfstoff erhalten, also das Mittel von Moderna oder Pfizer/Biontech. Für den vollen Impfschutz sind zwei Dosen im Abstand von mindestens vier Wochen nötig. Damit könnten die meisten Jugendlichen bereits vor dem Schulstart nach den Sommerferien geschützt sein, hiess es. Allerdings sind noch logistische Änderungen bei der Online-Anmeldung und in den Impfzentren nötig, weil Eltern der Spritze zustimmen müssen.

In Irland hat bisher etwa die Hälfte der 4,9 Millionen Einwohner zwei Impfdosen verabreicht bekommen. Sie dürfen - im Gegensatz zu Ungeimpften - in Pubs und Restaurants auch in geschlossenen Räumen bedient werden.

Im Nachbarland Grossbritannien ist der Impfstoff von Biontech/Pfizer zwar für 12- bis 15-Jährige zugelassen. Weil allerdings unter Wissenschaftlern Uneinigkeit herrscht über die Notwendigkeit, Jugendliche zu impfen, wurde diese Altersgruppe bisher nicht zur Impfung eingeladen.

Ad
Ad

Mehr zum Thema:

RegierungPfizerEUCoronavirus