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Cosmo: Aktie explodiert – Neues Haarausfallmittel weckt Hoffnung

Juli Rutsch
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Irland,

Die Schweizer Pharmafirma Cosmo will mit Clascoterone einen Durchbruch erzielt haben. Das Mittel soll weniger Nebenwirkungen als bisherige Präparate haben.

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Cosmo erlebt einen Aufwärtstrend an der Börse aufgrund seines neuen Mittels gegen Haarausfall. (Symbolbild) - Depositphotos

Die Börse zeigte sich euphorisch: Die Cosmo-Aktie schoss am Mittwoch um 23 Prozent in die Höhe. Am darauffolgenden Tag legte sie nochmals über zwölf Prozent zu, berichtet die «NZZ».

Auslöser war die Mitteilung über Phase-III-Studienergebnisse zum Wirkstoff Clascoterone. Das an der Schweizer Börse kotierte Unternehmen spricht von einem potenziellen Durchbruch nach mehr als drei Jahrzehnten Stagnation.

Cosmo: Wirkstoff blockiert Haarausfall-Hormon direkt

In zwei Studien mit knapp 1500 Männern zeigte das Mittel beeindruckende Resultate. Die Haaranzahl verbesserte sich relativ um 539 Prozent respektive 168 Prozent gegenüber Placebo, wie die «Finanz und Wirtschaft» schreibt.

Clascoterone blockiert das Hormon Dihydrotestosteron direkt am Haarfollikelrezeptor. Damit adressiert es erstmals die biologische Ursache des männlichen Haarausfalls, erklärt CEO Giovanni Di Napoli.

cosmo haarausfall
Cosmo verspricht den Kunden hohe Erfolge für volleres Haar. (Symbolbild) - Depositphotos

Der Wirkstoff ist identisch mit jenem im bereits zugelassenen Akne-Medikament Winlevi von Cosmo. Dies könnte den Zulassungsprozess beschleunigen, vermutet die «NZZ».

Bisherige Mittel mit erheblichen Mängeln

Seit Jahrzehnten basieren Haarausfall-Behandlungen auf zwei Wirkstoffen: Minoxidil und Finasterid. Doch beide haben gravierende Nachteile, berichtet die «NZZ».

Minoxidil kann zu Hautreizungen führen und muss dauerhaft angewendet werden. Finasterid steht im Verdacht, Depressionen oder Erektionsstörungen zu verursachen, wie verschiedene Medien berichten.

Diese Nebenwirkungen und die begrenzte Wirksamkeit halten viele Betroffene vom Kauf ab. Genau hier setzt Cosmo an: Das Mittel verursachte nicht mehr Nebenwirkungen als Placebo.

Milliarden-Markt lockt Investoren

Weltweit leiden 1,2 bis zwei Milliarden Männer unter Haarausfall, teilt Cosmo mit. Allein in den USA schätzt die Firma den Markt auf über 20 Milliarden Dollar.

Eine Marktuntersuchung mit 3000 US-Männern ergab überraschende Zahlungsbereitschaft. Die meisten würden das Mittel kaufen: egal ob es 120 oder 250 Dollar pro Monat kostet, wie die «Finanz und Wirtschaft» berichtet.

Leidest du auch an Haarausfall?

Cosmo strebt nun Partnerschaften mit Pharmakonzernen oder Consumer-Healthcare-Unternehmen an. Je nach Gebietsrechten könnten Deals im Milliardenbereich möglich sein, spekuliert die «FuW».

Zulassung für 2027 angepeilt

Vor der Markteinführung muss Cosmo noch wichtige Hürden nehmen. Die zwölfmonatigen Sicherheitsdaten werden im Frühjahr 2026 erwartet, schreibt die «Finanz und Wirtschaft».

Erst danach kann das Unternehmen Zulassungsanträge in den USA und Europa einreichen. Ab Mitte 2027 könnte das Mittel unter dem Namen Breezula erhältlich sein.

Schweiz arbeitet an ähnlichem Mittel

Die Schweizer Biotechfirma Topadur arbeitet ebenfalls an einem Haarausfallmittel. Deren Ansatz fördert die Durchblutung und Bildung neuer Blutgefässe, berichtet die «NZZ».

Beide Unternehmen sehen eine wachsende Käuferschicht bei Nutzern von Abnehmspritzen. Denn der rasche Gewichtsverlust kann zu Haarausfall führen, erklärt die «NZZ».

Kommentare

User #4433 (nicht angemeldet)

NICHTS kann Haarausfall stoppen. NICHTS.

User #5407 (nicht angemeldet)

Ein Bericht für Friedrich Merz

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