Influencer verursachen Massen-Ansturm in den Dolomiten
Die Dolomiten erleben diesen Sommer einen beispiellosen Touristenansturm – befeuert von Influencern.

Das Wichtigste in Kürze
- In den Dolomiten in Italien stehen Hunderte für Vanille-Krapfen auf 2300 Metern Schlange.
- Auf dem Passo di Giau legte eine Autoschlange den Verkehr während der Sonnenfinsternis lahm.
- Und: Beim Volksfest in der Gemeinde Soraga drängten sich mehr Touristen als Einheimische.
Die Dolomiten in Norditalien sind eines der beliebtesten Reiseziele Europas. Doch in diesem Sommer scheint die Lage eskaliert zu sein.
Videos und Fotos in den sozialen Medien zeigen Menschenmassen, Autoschlangen und Warteschlangen vor Berghütten. Die Bilder haben eine breite Diskussion ausgelöst.
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Die Aufnahmen stammen aus der Region Trentino und dem Val di Fassa. Sie wurden von Einheimischen oder Touristen gefilmt und gingen viral. Die Reaktionen im Netz fallen teils heftig aus.
Ein User schreibt unter dem Video der Touri-Massen: «Die Dolomiten waren damals ein Ort, an den man noch alleine zum Wandern fahren konnte, ohne auf Menschenmassen zu stossen. Davon wird mir übel!»
Touristen stehen für Vanille-Gebäck auf 2300 Metern an
Eine Berghütte am Langkofel zieht besonders viele Besucher an. Sie liegt auf 2300 Metern Höhe, mitten in den Dolomiten. Dort gibt es frische, mit Vanille gefüllte Krapfen – ein traditionelles Gebäck.
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Hunderte Urlauber sollen jeden Morgen früh anstehen, um einen zu bekommen. Wartezeiten von rund einer Stunde sind laut Berichten keine Seltenheit.
Verkehr bricht auf Bergpass komplett zusammen
Besonders dramatisch war die Situation am Tag der Sonnenfinsternis. Auf dem Passo di Giau, einem bekannten Gebirgspass in den Dolomiten, brach der Verkehr vollständig zusammen.
Ein Clip zeigt eine endlose Autoschlange vor der Kulisse des Monte Gusela. Der Gipfel ist 2595 Meter hoch. Die Schlange reichte bis ins Tal hinab.
Eine Userin kommentiert das Video etwas verärgert: «Ich wohne im Trentino und fahre oft auch nach Südtirol, aber in diesen Tagen weigere ich mich!»

Einen Tag später kam es im kleinen Dorf Soraga zu ähnlichen Szenen. Dort findet jedes Jahr das kulinarische Fest «Golosando» statt.
Laut Berichten stauten sich unzählige Besucher im Ort. Viele hatten Babys und Kleinkinder dabei. Das Dorf selbst zählt nur rund 700 Einwohner – Die Touris waren in der Überzahl.















