Wegen Hitze: Letztes Sommer-Skigebiet in Europa stellt Betrieb ein
Am Stilfser Joch im Südtirol ist mitten im Sommer Schluss mit Skifahren: Hitze und schlechte Gletscherbedingungen zwingen das Gebiet zur Schliessung.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Klimawandel zwingt das letzte Sommerskigebiet Europas in die Knie.
- Wegen Hitze und Gewittern wurde der Sommerskibetrieb am Stilfser Joch eingestellt.
- Die Seilbahn bleibt weiterhin geöffnet, damit Besucher die Aussicht geniessen können.
Zermatt VS hat seinen Sommer-Skibetrieb am 31. Juli eingestellt, kurze Zeit später musste auch Saas-Fee VS nachziehen.
Und nun ist auch das letzte Sommer-Skigebiet in Europa dicht. Der Sommerskibetrieb auf dem Stilfser Joch in Südtirol wurde eingestellt.
Seit dem 15. August 2026 stehen die Lifte still. Das teilt der Seilbahnbetreiber «Sifas» mit.

Grund dafür seien die schwierigen Wetterbedingungen der vergangenen Wochen, heisst es in der Mitteilung. Anhaltende Hitzewellen erreichten auch die höheren Lagen des Gletschers. Dazu kämen immer wieder Gewitter, die den Zustand zusätzlich verschlechterten würden.
Ein weiteres Problem: Nachts kühle es nicht genügend ab. Die Schneedecke könne dadurch nicht mehr richtig gefrieren – ein entscheidender Faktor für Stabilität und Sicherheit im Skigebiet.
Sicherheit verhindert weiteren Skibetrieb
Der Entscheid sei «schmerzlich, aber notwendig», so der Seilbahnbetreiber.
Auf der Website heisst es: «Unser Team wird die Situation am Berg weiterhin laufend überwachen. Wir hoffen auf sinkende Temperaturen und eine Verbesserung des Gletscherzustands.»
Die Seilbahn bleibt aber offen. Somit kann die Aussicht am Stilfser Joch weiterhin genossen werden – nur Skifahren ist aktuell nicht möglich.
Hitzewellen treffen Alpengletscher immer öfter
Das Stilfser Joch liegt auf über 2700 Metern über Meer und zählt zu den höchstgelegenen Skigebieten der Alpen.
Sommerskifahren ist dort normalerweise auch in den Monaten Juli und August möglich. Unterbrechungen wie diese sind inzwischen jedoch keine Seltenheit mehr.

Immer häufiger berichten Gletscherskigebiete in den Alpen von erzwungenen Betriebsunterbrüchen wegen Hitze – wie eben auch Zermatt und Saas-Fee.
Der Klimawandel beschleunigt die Gletscherschmelze und erschwert den Sommerskibetrieb zunehmend.












