Impfung vor dem Oktoberfest – So schützt du dich vor Viren
Eine Impfung kann vor bestimmten Atemwegsinfektionen schützen. Doch die sogenannte Wiesn-Grippe hat verschiedene mögliche Ursachen.

Am 19. September beginnt in München das Oktoberfest. Auch für Besucher aus der Schweiz stellt sich deshalb die Frage, ob eine Impfung vor der sogenannten Wiesn-Grippe schützen kann.
Eine eigenständige Erkrankung gibt es laut der «Tagesschau» nicht. Der Infektiologe Christoph Spinner bezeichnet den Begriff als Sammelbezeichnung für verschiedene, meist virale Atemwegserkrankungen.
Nach einem Oktoberfestbesuch können unter anderem Rhinoviren, Adenoviren, Coronaviren, Influenza-Viren oder RSV Beschwerden verursachen. Dichtes Gedränge, viele Kontakte, Schlafmangel und hoher Alkoholkonsum können laut Spinner eine Erkältung zusätzlich begünstigen.
Impfung gegen Grippe, RSV und Corona ist verfügbar
Gegen Influenza, RSV und Sars-CoV-2 stehen Impfungen zur Verfügung. Diese Infektionen können insbesondere bei älteren Menschen und bestimmten Risikogruppen schwer verlaufen.
Das Münchner Gesundheitsreferat wirbt deshalb gemeinsam mit dem TUM Klinikum und dem LMU Klinikum für einen aktuellen Impfschutz. Die Initiative «München impft» richtet sich unter anderem an ältere Menschen, Schwangere und chronisch Kranke.
Der Influenza-Impfstoff für die Saison 2026/2027 steht seit Ende August zur Verfügung, wie der «BR» schreibt. Die Impfstoffe werden regelmässig angepasst, weil sich die verschiedenen Influenza-Viren fortlaufend verändern.
Impfung: Wann ist der beste Zeitpunkt für den Schutz?
Nach einer Grippeimpfung dauert es etwa zehn bis 14 Tage, bis der vollständige Schutz aufgebaut ist. Wer bereits zum Oktoberfestbeginn geschützt sein möchte, sollte sich laut Spinner mindestens eine Woche vorher impfen lassen.
Für einen möglichst langen Schutz über die gesamte Grippesaison wäre dagegen ein späterer Zeitpunkt günstiger. Spinner nennt Ende Oktober oder Anfang November als idealen Zeitraum für die Influenza-Impfung, wie die «Tagesschau» berichtet.
Die konkreten Impfempfehlungen unterscheiden sich je nach Land. Die im Artikel genannten Altersgrenzen stammen von der deutschen STIKO und gelten daher nicht automatisch für die Schweiz.
Impfung schützt nicht vor allen Erkältungsviren
Das Münchner Gesundheitsreferat empfiehlt Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, ihren Impfschutz zu prüfen. Auch Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten der «Rathaus Umschau» zufolge ihren Impfschutz überprüfen lassen.
Grippe-, Corona- und RSV-Impfungen können laut Gesundheitsreferat gleichzeitig verabreicht werden. Eine Impfung schützt jedoch nicht vor sämtlichen Erkältungsviren.

Deshalb empfiehlt das Gesundheitsreferat zusätzlich, Abstand zu halten und auf gute Hygiene zu achten. Auch regelmässiges Lüften und bei Bedarf das Tragen einer Maske können das Ansteckungsrisiko verringern.
















