1. August

    1. August nicht als Feiertag angerechnet: Pöstler wehren sich

    Antun Boskovic
    Antun Boskovic

    Bern,

    Weil der 1. August heuer auf einen Samstag fiel, wurde er vielen Post-Zustellern nicht als freier Tag angerechnet. Diese wehren sich mit einem offenen Brief.

    Postbote
    Ein Postbote stellt ein Paket im Raum Bern zu. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Dass der 1. August vielen Post-Zustellern nicht als freier Tag angerechnet wurde, sorgt bei diesen für Empörung.
    • Eine Zustellerin sagt: «Wir fühlen uns ausgenutzt.»
    • In einem offenen Brief an Post-Chef Pascal Grieder fordern sie, dass dieser das «zur Chefsache» macht.

    Der 1. August ist in der ganzen Schweiz ein gesetzlicher Feiertag. Doch dieses Jahr fiel der Bundesfeiertag auf einen Samstag.

    Die Schweizerische Post hat deshalb ihren Zustellerinnen und Zustellern keine Zeitgutschrift dafür gegeben, wie der «Blick» berichtet.

    Eine Zustellerin ärgert sich gegenüber der Zeitung: «Ich fühle mich von der Post verarscht.» Denn: In der Zustellung werde regelmässig an Samstagen gearbeitet. Auch wenn Anfang Jahr von der 6- auf die 5-Tage-Woche umgestellt worden sei.

    Demnach habe die Post die Mitarbeitenden nicht proaktiv darüber informiert. Der Zustellerin seien die fehlenden Arbeitsstunden nur aufgefallen, weil Kolleginnen und Kollegen in einem Chat davon berichtet hätten.

    «Wir fühlen uns ausgenutzt»

    «Für mich ist das ein Skandal. Wir fühlen uns ausgenutzt», sagt sie dazu.

    Die Pöstlerinnen und Pöstler haben nun mit einem offenen Brief an Post-Chef Pascal Grieder reagiert. «Sehr geehrter Herr Grieder, wir erwarten von Ihnen, dass Sie dieses Problem zur Chefsache machen und zeitnah für eine Lösung sorgen», steht darin.

    Knapp 1000 Pöstlerinnen und Pöstler hätten den Brief unterzeichnet. Sie fordern darin die Überprüfung der aktuellen Regelung zur Anrechnung des Bundesfeiertages. Ausserdem soll die Arbeitszeit nachträglich allen Betroffenen gutgeschrieben und das System angepasst werden.

    Wie Dominik Dietrich, Co-Sektorleiter Logistik bei der Gewerkschaft Syndicom, dem «Blick» erklärt, sind zwischen 3000 und 6000 Post-Angestellte betroffen.

    Er sagt: «Dass in der Zustellung am Samstag gearbeitet wird, ist eine Tatsache. Nur weil das Zeiterfassungssystem die betrieblichen Realitäten nicht korrekt abbildet, werden Postangestellte faktisch benachteiligt.»

    Gewerkschaft findet sowas bei einem Bundesbetrieb «absurd»

    Er findet es «absurd», dass sich Angestellte eines Bundesbetriebs «ihren rechtlich verbrieften Bundesfeiertag erkämpfen müssen».

    Sollte der 1. August den Pöstlern als Arbeitszeit angerechnet werden, obwohl es ein Samstag war?

    Die Post bestätigt gegenüber der Zeitung, dass dies so gehandhabt wurde.

    Und erklärt: «Im Gegenzug profitieren diese Mitarbeitenden, wenn Feiertage auf Werktage fallen, an denen sie üblicherweise nicht arbeiten. In solchen Fällen wird der Feiertag gutgeschrieben.» Über einen längeren Zeitraum würden sich die angerechneten Stunden so ausgleichen.

    Man nehme aber die Rückmeldungen der eigenen Angestellten ernst. Und die Post habe mit ihren Sozialpartnern vereinbart, «das Anliegen zu prüfen und gemeinsam zu überlegen, ob es geeignetere Lösungen für diese Thematik gibt».

    Kommentare

    User #4516 (nicht angemeldet)

    Teilverstaatlichung hat in keinem Berreich zu besseren Arbeitsbedingungen oder besseren Preisen geführt--- Eher gegenteil weil Private glauben Sie können Gesetze grosszügiger auslegen, weil Staat nicht gegen sich selbst Juristisch wirklich vorgehen kann--- Dies mit Ausrede dritte (Steuerzahler) zu schützen, die dies Ironischerweise mehr kostet---

    User #6020 (nicht angemeldet)

    die stunden hole ich mir halt mit käfälä mit tollen kunden

    Weiterlesen

    276 Interaktionen
    Nach Feuerwerksverbot
    Teilzeit
    163 Interaktionen
    1. Mai
    Die Post
    182 Interaktionen
    Laut Chef

    MEHR 1. AUGUST

    3 Interaktionen
    Bundesfeier gestrichen
    Spreitenbach
    Spreitenbach
    Bundesfeier
    Oberbüren SG

    MEHR AUS STADT BERN

    Bern
    1 Interaktionen
    Bern
    BKW
    Sieben Anlagen
    Schule Sulgenbach