«Turbokrebs» durch Impfung? Experten widersprechen Gerüchten
Die Befürchtung, eine Impfung könnte einen sogenannten Turbokrebs auslösen, kursiert im Internet, ist jedoch unbegründet und medizinisch nicht belegt.

Die Behauptung, Impfungen könnten einen sogenannten «Turbokrebs»auslösen, verbreitet sich laut «AAP» derzeit stark in sozialen Netzwerken. Seit der Corona-Pandemie tauchen Narrative auf, die behaupten, Impfstoffe führten zu dramatischen Zunahmen aggressiver Krebsformen bei Geimpften.
Diese Vorstellung begegnet Fachleuten zunehmend als unbelegte These, die in Diskussionen über Impfstoffe und Krebs kursiert. Beobachter warnen, dass solche Aussagen wissenschaftlich bisher nicht bestätigt sind.
Im Kontext der Coronavirus-Impfung wurde zeitweise eine Studie aus Südkorea verbreitet, die mehr Krebsdiagnosen bei Geimpften innerhalb eines Jahres beobachtete. Forschende ordneten dies als rein statistische Assoziation ohne Nachweis einer kausalen Wirkung ein.
Impfung und Krebs: Experten widersprechen dem Turbokrebs-Mythos
Beobachtete Zusammenhänge könnten durch häufigere Vorsorgeuntersuchungen in geimpften Gruppen erklärt werden, wie die Studie selbst deutlich betonte. Experten warnen laut «Public Health Collaborative», solche Daten isoliert als Beweis für Impfwirkungen auf Krebs umzudeuten.
Der Begriff «Turbokrebs» ist laut «Science ORF» kein medizinisch anerkannter Fachausdruck und wird in der Onkologie nicht verwendet. Fachgesellschaften führen keine erhöhten Krebsraten nach Impfungen auf und dokumentieren keine solchen Effekte.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont, dass es keine glaubwürdigen Belege für eine ursächliche Verbindung zwischen Impfungen und Krebsentwicklung gibt. Epidemiologische Daten aus grossen Populationen zeigen laut «AAP» keinerlei Hinweise auf eine Beschleunigung von Krebsfällen.
Impfung schützt: Keine Hinweise auf Krebsbeschleunigung durch Impfstoffe
Zudem existieren Mechanismen, durch die Impfungen vor bestimmten Krebsarten schützen können, zum Beispiel HPV- und Hepatitis-B-Impfungen. Diese Prävention reduziert laut «consilium.europa.eu» nachweislich das Risiko für Gebärmutterhalskrebs und Leberkrebs über lange Zeiträume hinweg.

Fachleute betonen, dass Krebs in der Regel über Jahre entsteht und viele Faktoren seine Entstehung beeinflussen.
Es gibt derzeit laut «science.feedback.org» keinen wissenschaftlich belegten Mechanismus, durch den eine Impfung Krebs verursachen oder beschleunigen könnte.












