«Turbokrebs» durch Impfung? Experten widersprechen Gerüchten

Maja Bojic
Maja Bojic

Genève,

Die Befürchtung, eine Impfung könnte einen sogenannten Turbokrebs auslösen, kursiert im Internet, ist jedoch unbegründet und medizinisch nicht belegt.

Impfung
Im Internet verbreitet sich derzeit unbegründete und medizinisch nicht belegte Behauptungen zur Impfung. (Symbolbild) - depositphotos

Die Behauptung, Impfungen könnten einen sogenannten «Turbokrebs»auslösen, verbreitet sich laut «AAP» derzeit stark in sozialen Netzwerken. Seit der Corona-Pandemie tauchen Narrative auf, die behaupten, Impfstoffe führten zu dramatischen Zunahmen aggressiver Krebsformen bei Geimpften.

Diese Vorstellung begegnet Fachleuten zunehmend als unbelegte These, die in Diskussionen über Impfstoffe und Krebs kursiert. Beobachter warnen, dass solche Aussagen wissenschaftlich bisher nicht bestätigt sind.

Hältst du Impfungen für sinnvoll?

Im Kontext der Coronavirus-Impfung wurde zeitweise eine Studie aus Südkorea verbreitet, die mehr Krebsdiagnosen bei Geimpften innerhalb eines Jahres beobachtete. Forschende ordneten dies als rein statistische Assoziation ohne Nachweis einer kausalen Wirkung ein.

Impfung und Krebs: Experten widersprechen dem Turbokrebs-Mythos

Beobachtete Zusammenhänge könnten durch häufigere Vorsorgeuntersuchungen in geimpften Gruppen erklärt werden, wie die Studie selbst deutlich betonte. Experten warnen laut «Public Health Collaborative», solche Daten isoliert als Beweis für Impfwirkungen auf Krebs umzudeuten.

Der Begriff «Turbokrebs» ist laut «Science ORF» kein medizinisch anerkannter Fachausdruck und wird in der Onkologie nicht verwendet. Fachgesellschaften führen keine erhöhten Krebsraten nach Impfungen auf und dokumentieren keine solchen Effekte.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont, dass es keine glaubwürdigen Belege für eine ursächliche Verbindung zwischen Impfungen und Krebsentwicklung gibt. Epidemiologische Daten aus grossen Populationen zeigen laut «AAP» keinerlei Hinweise auf eine Beschleunigung von Krebsfällen.

Impfung schützt: Keine Hinweise auf Krebsbeschleunigung durch Impfstoffe

Zudem existieren Mechanismen, durch die Impfungen vor bestimmten Krebsarten schützen können, zum Beispiel HPV- und Hepatitis-B-Impfungen. Diese Prävention reduziert laut «consilium.europa.eu» nachweislich das Risiko für Gebärmutterhalskrebs und Leberkrebs über lange Zeiträume hinweg.

Impfung
Es gibt aktuell keinen wissenschaftlich belegten Mechanismus, durch den eine Impfung Krebs verursachen oder beschleunigen könnte. (Symbolbild) - depositphotos

Fachleute betonen, dass Krebs in der Regel über Jahre entsteht und viele Faktoren seine Entstehung beeinflussen.

Es gibt derzeit laut «science.feedback.org» keinen wissenschaftlich belegten Mechanismus, durch den eine Impfung Krebs verursachen oder beschleunigen könnte.

Kommentare

User #6058 (nicht angemeldet)

....und der Zürcher Chemieprofessor Martin Winkler weist darauf hin, dass es mittlerweile einige wissenschaftliche Arbeiten über die potenziellen Gefahren der Corona-Impfstoffe veröffentlicht wurden. Er bedauert, dass diese Artikel in den Medien kaum Beachtung finden. Im Gegenteil, kritische Bewertungen der mRNA-Impfstoffe wurden vom Mainstream zumeist sogar als Verschwörungstheorien diffamiert. Für eine Studie über die Inhaltsstoffe der Corona-Impfmittel bräuchte Chemieprofessor Winkler Daten von den Impfstoffherstellern. Auf Anfragen hätten diese Unternehmen jedoch nicht reagiert.

User #1191 (nicht angemeldet)

Wieso sieht man ab 2020 keine Krebsstatisiken mehr. Ist 2021 die Kurve auch so stark angesiegen, wie in anderen Ländern?

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