Natur

Immer mehr Vandalismus in Natur-Paradies

Etienne Sticher
Etienne Sticher

Deutschland,

Der deutsche Nationalpark Sächsische Schweiz kämpft mit immer mehr Vandalismus. Jährlich kostet die Beseitigung der Verunstaltungen Zehntausende Euro.

sächsische schweiz
Im deutschen Nationalpark Sächsische Schweiz kommt es immer häufiger zu Vandalismus. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Nationalpark Sächsische Schweiz kommt es immer häufiger zu Vandalismus.
  • Unbekannte versprayen Felsen oder kleben Sticker auf Wegweiser.
  • Die Beseitigung kostet jedes Jahr 20’000 bis 25’000 Euro.

Unzählige Wanderer und Kletterer besuchen jedes Jahr den Nationalpark Sächsische Schweiz in Ostdeutschland an der tschechischen Grenze. Doch immer häufiger wird die Natur im Elbsandsteingebirge durch Vandalismus verunstaltet.

Wie die «Bild» berichtet, werden Graffiti an Bäume und Felsen gesprüht, Wegweiser umgedreht und Schilder mit Stickern verklebt. Eine Person ritzte sogar Initialen und ein Herz in einen der Steine. Dafür hatte sie Akkuwerkzeuge dabei.

In mehreren Gebieten sei der Vandalismus «beispiellos», sagt Jane Posthoff von der Stabsstelle der Nationalparkverwaltung. Die Graffiti seien zwar selten gross, lägen jedoch weit auseinander, was die Reinigung erschwere.

Auch die Beseitigung von Stickern und Botschaften mit Markern koste viel Zeit und Mühe. Teils müssen Lösungsmittel eingesetzt werden. Das sei aber nur einige Male möglich, anschliessend müssten die Wegweiser ersetzt werden.

Warst du schon einmal im Nationalpark Sächsische Schweiz?

Jährlich müsse man laut Posthoff 20’000 bis 25’000 Euro für die Beseitigung ausgeben. Geld, das dann bei der Instandhaltung der touristischen Infrastruktur fehlt. Und finanziert wird das Ganze mit Steuergeldern.

Dabei wolle der Nationalpark «die Natur optisch unversehrt und ohne politische Botschaften oder Bekenntnisse zu Fussballvereinen zur Verfügung stellen».

400 Euro Strafe für Vandalismus

Posthoff sagt auch, dass, wenn die Vandalen identifiziert werden, im Einzelfall über die Höhe der Strafe entschieden wird. Wie teuer es werden kann, zeigte sich im Nationalpark Böhmische Schweiz auf der tschechischen Seite.

Dort ritzte ein Teenager beim Wahrzeichen Prebischtor den Sandstein mit einem spitzen Gegenstand an. Ein weiterer Besucher filmte den Vorfall und informierte die Behörden. Die Eltern des jungen Vandalen mussten eine Geldstrafe von 400 Euro bezahlen.

Die Nationalparks Sächsische Schweiz und Böhmische Schweiz liegen in Ostdeutschland, respektive in Tschechien. Sie umfassen unter anderem das Elbsandsteingebirge.

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