Natur

Dürre verschärft Probleme für Menschen, Wirtschaft und Natur

Sandra Neumann
Sandra Neumann

Belgien,

Dürre trifft immer mehr Regionen Europas. Die Folgen reichen von steigender Armut bis zu Problemen für Schifffahrt, Landwirtschaft und Tierwelt.

dürre
Die Dürre trifft Europas Bevölkerung, Landwirtschaft und Tierwelt zunehmend gleichzeitig. (Archivbild) - AFP

Eine neue Studie zeigt, dass Hitze und Dürre gemeinsam deutlich stärkere wirtschaftliche Folgen verursachen als einzelne Wetterextreme allein. Besonders einkommensschwache Haushalte verlieren überdurchschnittlich viel Geld, berichtet «Forschung und Wissen» unter Berufung auf aktuelle Forschungsergebnisse.

Nach Angaben der Wissenschaftler steigt dadurch auch das Armutsrisiko für Millionen Menschen in Europa spürbar weiter an. Zwischen 2004 und 2022 rutschten Millionen Menschen zusätzlich unter die Armutsgefährdungsschwelle infolge kombinierter Wetterextreme auf dem Kontinent.

Die Forschenden sehen in den Ergebnissen ein weiteres Argument für stärkeren Klimaschutz und bessere Anpassungsmassnahmen an zunehmende Wetterextreme. Ohne wirksame Gegenmassnahmen könnten die Folgen von Dürre und Hitze bis zum Ende des Jahrhunderts deutlich weiter zunehmen.

Dürre legt Donau teilweise lahm

Der niedrige Wasserstand der Donau beeinträchtigt inzwischen Schifffahrt, Tourismus und Landwirtschaft in mehreren Regionen Rumäniens erheblich gleichzeitig. Wie «Euronews» berichtet, sitzen Kreuzfahrtschiffe fest und Frachtschiffe können ihre geplanten Routen teilweise nicht mehr fortsetzen.

Machst du dir Sorgen über die Folgen der Dürre in Europa?

Auch Fährverbindungen mussten eingestellt werden, weil der Fluss an mehreren Stellen zu wenig Wasser führt. Reiseveranstalter bringen ihre Gäste deshalb teilweise mit Bussen zu den geplanten Reisezielen und passen Programme kurzfristig entsprechend an.

Landwirte kämpfen ebenfalls mit den Folgen des Wassermangels und können zahlreiche Felder nicht mehr ausreichend bewässern. Dadurch drohen Ernteverluste sowie zusätzliche wirtschaftliche Belastungen für landwirtschaftliche Betriebe in den besonders betroffenen Gebieten des Landes.

Trockenheit bedroht junge Amphibien

Nicht nur Menschen leiden unter den Wetterextremen, sondern auch zahlreiche Tierarten geraten zunehmend unter erheblichen Druck durch Trockenheit. Junge Frösche, Molche und Salamander finden bei trockenen Böden kaum feuchte Rückzugsorte zum Überleben ausserhalb ihrer Gewässer noch.

Frosch dürre
Durch die Dürre finden junge Amphibien immer seltener feuchte Rückzugsorte. - depositphotos

Fehlt ausreichend Feuchtigkeit, trocknen viele Verstecke im Boden aus und gefährden besonders junge Amphibien während ihrer Entwicklung erheblich. Die «Welt» verweist auf Experten, wonach vor allem Jungtiere wegen ihres geringen Feuchtigkeitsvorrats besonders anfällig für Trockenheit bleiben.

Auch aussergewöhnlich geringe Niederschläge verschärfen den Trockenstress für Böden und Vegetation in vielen Regionen zusätzlich weiter. Naturschützer warnen deshalb vor langfristigen Folgen für Amphibien und weitere empfindliche Arten in betroffenen Ökosystemen Europas.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

Dürre Schweiz
44 Interaktionen
Trockenheit
Hitze 2025 Genf
44 Interaktionen
Klima-Bericht
6 Interaktionen
Bellinzona
Mitsubishi
34 Interaktionen
Neue Sondermodelle

MEHR IN NEWS

motorrad
4 Interaktionen
Malters LU
Damenbad
1 Interaktionen
Zu voll
Madrid/Paris

MEHR NATUR

1 Interaktionen
Uznach
5 Interaktionen
Bern
St.Gallen präsentiert die Stadtbäume im veränderten Klima.
St.Gallen

MEHR AUS BELGIEN

9 Interaktionen
Brüssel
4 Interaktionen
Brüssel
EU
9 Interaktionen
EU-Bericht
Nato Mark Rutte
7 Interaktionen
Brüssel