Trump bleibt Ground Zero am 11. September fern – wegen Redeverbot?
Trump bleibt dem diesjährigen 9/11-Jahrestag in New York fern – stattdessen nimmt er im Pentagon teil.

Das Wichtigste in Kürze
- Biden, Obama, Bush und Clinton gedenken gemeinsam der Opfer von 9/11 in New York – Trump bleibt im Pentagon.
- Trump weist den Bericht über ein angebliches Redeverbot als «Fake News» zurück.
- Nach dem Pentagon-Gedenken reist Trump zu einem Golfturnier nach Irland.
Am 11. September 2001 starben fast 3000 Menschen.
Am 25. Jahrestag des Anschlags wird eine Gedenkfeier in New York City stattfinden. Alle vier noch lebenden ehemaligen US-Präsidenten werden dabei sein.
Nur der amtierende Präsident Donald Trump wird nicht am Ground Zero erscheinen.
Ground Zero ist der Begriff für den Ort in Manhattan, wo einst die Zwillingstürme des World Trade Centers standen.
Laut der «New York Times» werden Joe Biden, Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton an der Zeremonie teilnehmen. Biden kommt zusammen mit seiner Frau, der ehemaligen First Lady Jill Biden. Das Weisse Haus wird durch Vizepräsident JD Vance vertreten.
Trump nimmt stattdessen am Pentagon-Gedenken teil
Trump wird nicht in New York sein. Er nimmt stattdessen gemeinsam mit First Lady Melania Trump an der Gedenkfeier im Pentagon teil. Bei dem Anschlag auf das Pentagon am 11. September 2001 kamen 184 Menschen ums Leben.
Ursprünglich hatte Trump geplant, sich den anderen Präsidenten in Manhattan anzuschliessen. Das änderte sich jedoch.
Die «New York Times» berichtete zuvor, dass «mehrere Personen mit Kenntnis der Gespräche» Trump offenbar an etwas erinnern mussten: Seit 2012 ist es Politikern verboten, am Ground Zero politische Reden zu halten. Damit soll die überparteiliche Bedeutung des Ortes gewahrt bleiben
Trump wies diese Darstellung scharf zurück. Er bezeichnete den Bericht der «New York Times» als «Fake News» und behauptete, Reporterin Maggie Haberman habe «die Geschichte erfunden».

Das Weisse Haus widerspricht dem Bericht nicht offiziell
Trotz Trumps Reaktion blieb die offizielle Position des Weissen Hauses unklar. Die «New York Times» berichtet, das Weisse Haus habe den Artikel nicht bestritten, als die Zeitung um eine Stellungnahme bat.
Die Sprecherin des Weissen Hauses, Anna Kelly, äusserte sich gegenüber «The Independent» wie folgt:

«Am 25. Jahrestag dieses tragischen Tages wird der Präsident derer gedenken, die durch die Hand bösartiger Terroristen ums Leben kamen.»
Zur Frage, warum Trump nicht in New York sein wird, ergänzte Kelly: «Als stolzer New Yorker hat Trump über seine Erfahrungen gesprochen, als er die schrecklichen Ereignisse vom 11. September 2001 mitverfolgte.» Eine direkte Antwort auf den Vorwurf der Redeverbots-Erinnerung blieb sie schuldig.
Trump reist nach dem Gedenken nach Irland weiter
Nach der Zeremonie im Pentagon wird Trump nach Irland reisen. Dort nimmt er am «Amgen Irish Open» in seinem Golfclub teil. Laut der «New York Times» ist es logistisch einfacher, wenn er von der «Joint Base Andrews» in Maryland abfliegt.
Trump selbst äusserte sich zum Gedenktag mit folgenden Worten: «Ich würde am liebsten gar nichts sagen, denn ich rede ja ständig. Dies ist ein Tag, an dem wir der Opfer und ihrer wunderbaren Familienangehörigen gedenken.»
Damit ist Trump der einzige noch lebende US-Präsident, der am 25. Jahrestag nicht am Ground Zero anwesend sein wird.

















