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    Sabine steigt in falschen Zug - SBB legt Extra-Stopp ein

    Vivian Balsiger
    Vivian Balsiger

    Zürich,

    Falscher Zug, grosse Panik: Eine Zugfahrerin wollte von Zürich nach Thalwil ZH – doch plötzlich fuhr sie Richtung Chur GR. Die SBB organisiert Zwischenhalt.

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    Sabine Biedermann sitzt versehentlich im falschen Zug. - Instagram/@travelsabi

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Zugfahrerin stieg in Zürich versehentlich in den falschen Zug – statt nach Thalwil fuhr sie Richtung Chur.
    • Die SBB organisierte spontan für sie einen ausserordentlichen Halt in Ziegelbrücke.
    • In einem Video teilt die Zugfahrerin ihr Erlebnis – in den Kommentaren häuft sich das Lob.

    So schnell kann’s gehen!

    Ein Moment der Unachtsamkeit – und schon sitzt man im falschen Zug. Genau das ist Sabine Biedermann passiert. Doch was danach geschah, dürfte selbst eingefleischte SBB-Kritiker überraschen.

    Sabine will eigentlich nur von Zürich nach Thalwil ZH fahren. Eine kurze Strecke, rund eine Viertelstunde vom Zürcher Hauptbahnhof entfernt. Doch dann der Schock: Statt an die Pfnüselküste geht es für sie plötzlich in Richtung Graubünden!

    Denn Biedermann war aus Versehen in den Direktzug nach Chur gestiegen. Und der hat es in sich: Kein Halt bis Sargans SG – satte 54 Minuten!

    «Komme heute Abend nicht mehr zurück»

    Zunächst war die Zugreisende von Lugano nach Zürich gefahren. In Zürich musste sie eigentlich nur noch den richtigen Zug nach Thalwil erwischen. Doch kaum war der Zug abgefahren, bemerkte Sabine ihren fatalen Irrtum.

    Nicht Thalwil war das Ziel – sondern Chur.

    Das Herz fiel ihr sprichwörtlich in die Hosen. «Ich komme heute Abend nicht mehr zurück», schoss es ihr durch den Kopf.

    Also blieb nur eines: handeln.

    «Total nett»

    Sabine stürmt panisch durch den Zug und sucht den Kontrolleur. Der sei «total nett» gewesen und habe sofort mit der Zentrale telefoniert.

    Und dann die überraschende Nachricht: Die SBB kann tatsächlich helfen.

    In einem Video erzählt die Zugfahrerin: «Die haben in null Komma nichts organisiert, dass ich in Ziegelbrücke aussteigen durfte.»

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    Der entgegenkommende Zug wartete sogar auf die «Irrfahrerin». - Instagram/@travelsabi

    Doch damit nicht genug. Der Zug aus der Gegenrichtung wartet sogar auf die «Irrfahrerin».

    Was zunächst nach einem ziemlich langen Umweg aussieht, endete damit erstaunlich glimpflich. Sabine kommt doch noch an ihr Ziel – und verliert durch ihre unfreiwillige Zugreise lediglich rund eine Stunde.

    «Hoch auf SBB»

    Auf Instagram teilt sie ihre Geschichte und dankt der SBB nochmals für die Aktion.

    Zu ihrem Video schreibt Sabine: «Ein Hoch auf die SBB, die in ihren Nachtzügen allen möglichen sogenannten ‹Irrfahrern› weiterhelfen und alles möglich machen, damit diese doch noch an ihr eigentliches Ziel kommen.»

    Dass die SBB in solchen Situationen tatsächlich versucht, eine Lösung zu finden, bestätigt auch Mediensprecher Reto Schärli gegenüber Nau.ch: «Wenn jemand aus Versehen in den falschen Zug steigt und sich ans Zugpersonal wendet, wird geprüft, ob und wie der Person geholfen werden kann.»

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    Sabine Biedermann ist begeistert von der SBB und dem hilfsbereiten Kontrolleur. - Instagram/@travelsabi

    Allerdings könne ein Zug nicht einfach jederzeit ausserplanmässig anhalten. Ein ausserordentlicher Halt müsse betrieblich möglich sein und dürfe keine negativen Konsequenzen für die anderen Reisenden im Zug haben.

    «Wenn das gegeben ist, hält ein Zug ausserordentlich», so der Mediensprecher.

    Spätabends stehen die Chancen dafür offenbar besser. Denn während der Hauptverkehrszeiten – frühmorgens oder abends – sei es schwieriger.

    «Realer Fall»

    Und noch etwas stellt Schärli klar: Das Reel von Sabine sei kein bezahlter Werbebeitrag. «Sondern ein realer Fall.»

    Wie häufig solche Irrfahrten vorkommen, wisse die SBB allerdings nicht genau. Eine Statistik dazu gebe es nicht. «Aber solche Fälle kommen immer mal wieder vor», so Schärli.

    Bist du auch schon mal im falschen Zug gelandet?

    Sabines Geschichte sorgt derweil auch in den Kommentarspalten für Begeisterung. Offenbar ist sie längst nicht die Einzige, die schon einmal unfreiwillig im falschen Zug gelandet ist.

    Nutzer haben «ähnliches erlebt»

    Ein Nutzer berichtet: «Habe ähnliches erlebt, bin in einem Militärzug in Samedan eingestiegen, der dann aber Nonstop bis Chur gefahren ist. Ebenfalls mit Happy End!!!»

    Ein anderer schreibt: «Ähnliches erlebt, ähnlich gelöst worden von SBB! Hätte eine Prüfung verpasst.»

    Und ein Kommentator lobt: «Die Bahn in der Schweiz ist auf einem ganz anderen Level.»

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    Kommentare

    User #3774 (nicht angemeldet)

    Das hat die SBB bei mir auch gemacht und gleichzeitig hat mich dann der Zugführer mit dem Auto direkt nach Hause gefahren.

    User #3074 (nicht angemeldet)

    Ich bin vor paar Monaten aus Versehen in den gleichen Zug in die entgegengesetzte Richtung eingestiegen (bin von Sargans ohne Halt bis Züri HB gefahren statt in meinen Dorf am Walensee). Wurde zuerst vom Kontrolleur gebusst, obwohl ich mir paar Minuten nach Abfahrt ein Ticket gekauft habe für die Strecke, wofür ich kein Ticket hatte. Allerdings hat dann der Kundendienst nachträglich die Busse gelöscht - Danke auch hier nochmals dafür!

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